Mainzer Weintage in Gefahr

Die Mainzer Weintage ziehen bereits seit acht Jahren viele Menschen an das Rheinufer. Das Fest soll es aber vorerst nicht mehr geben.

Mainzer Weintage in Gefahr

Dirk Seefried ist verärgert. Er ist der Veranstalter der Mainzer Weintage, die in den vergangenen acht Jahren zwischen Theodor-Heuss-Brücke und Kaisertor stattgefunden haben. Doch im kommenden Jahr darf die Veranstaltung nicht stattfinden.

Auf Anfrage von Merkurist begründet die Stadt diese Entscheidung vor allem mit den laufenden Bauarbeiten, Sanierungen und Modernisierungen entlang des Rheinufers. Aufgrund der Unsicherheiten im Baufortschritt sei demnach eine „schöpferische Pause“ bei den Weintagen sinnvoll, so Pressesprecher Ralf Peterhanwahr. Der Vertrag mit dem Betreiber sei bereits in diesem Jahr ausgelaufen. Bis zum Ende der Sanierungsarbeiten solle es Verhandlungen geben, denn die Stadt möchte auch anderen Interessenten die Chance geben, die Weintage künftig zu veranstalten. Der bisherige Veranstalter könne sich dabei auch bewerben.

Seefried: „Weintage sind Prestige für die Stadt“

Ihm habe die Stadt lediglich mitgeteilt, dass sich andere Veranstalter für die Weintage gemeldet hätten und diese demnach im kommenden Jahr erst einmal nicht stattfinden würden, sagt Veranstalter Seefried. „Die Weintage sind meine Idee“, sagt er, der das Fest als „Prestige für die Stadt“ bezeichnet. Laut ihm sind gerade die Veranstaltungen am Rhein das, was die Stadt Mainz ausmacht.

Nun hat Seefried eine Petition ins Leben gerufen, mit der er die Stadt darum bitten möchte, die Weintage 2020 doch wie gewohnt zu ermöglichen. Er möchte außerdem damit zeigen, wie viel Unterstützung das Fest erfährt. Bislang haben sich 542 Menschen an der Petition beteiligt (Stand: Donnerstag). Seefried will der Stadt verdeutlichen, dass die Weintage den Mainzern am Herzen liegen.

Hier findet Ihr die Petition. Auf Anfrage des Merkurist lässt die Stadt Mainz die Petition von Seefried unkommentiert. Die Stadt nimmt diese allerdings durchaus wahr und sieht seine Maßnahme als sein gutes Recht. (df/pk)

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