Hunderte Kilogramm Munition am Mainzer Winterhafen gefunden

Bereich am Rheinufer weiterhin abgesperrt

Hunderte Kilogramm Munition am Mainzer Winterhafen gefunden

Am Mainzer Winterhafen sind bis zum Montagnachmittag bereits 300 bis 400 Kilogramm Munitionsreste gefunden worden. Das teilt die Stadt Mainz mit.

Wegen des Niedrigwassers am Rhein wurden bereits am Samstag erste Munitionsreste am Rheinufer auf Höhe des Winterhafens entdeckt und beseitigt. Auch am Montag wurde der Abschnitt weiter gesichtet – es waren unter anderem ein Taucher des Kampfmittelräumdienstes und die Feuerwehr im Einsatz.

Die Sondierung der Stelle läuft aktuell noch, der Bereich ist abgesperrt und wird in Abstimmung mit der Polizei von einem Sicherheitsdienst überwacht. Bis jetzt wurden rund 300 bis 400 Kilogramm Munitionsreste geborgen, darunter Panzerfäuste, Flak- und Panzermunition. Es handelt sich nach ersten Einschätzungen um Munitionsreste aus dem Zweiten Weltkrieg, die dort wahrscheinlich abgekippt wurden. Die Munitionsreste werden vom Kampfmittelräumdienst mitgenommen und entsorgt. Die Kosten für den Einsatz und die Entsorgung trägt der Bund als Besitzer des Rheins.

Im Einsatz sind Kräfte von Feuerwehr, vom Kampfmittelräumdienst Koblenz, von der Wasserschifffahrtsverwaltung, des Ordnungsamts, der Wirtschaftsbetriebe (als Eigentümer des Ufers) und der Wasserschutzpolizei. Die Feuerwehr Mainz koordiniert die Maßnahme. Der Schiffsverkehr auf dem Rhein ist dadurch nicht eingeschränkt, ebenso ist der Weg zwischen Mole und dem Mainzer Ruderverein für Fußgänger offen. Der Bereich wird dauerhaft bewacht; eine unsachgemäße Handhabung der Munitionsreste kann lebensgefährlich sein.

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