Kurioses Blitzer-Foto sorgt für Lacher

Der Streich eines Unbekannten hat in den vergangenen Tagen für Lacher in sozialen Medien gesorgt. Doch obwohl der Scherz zunächst harmlos daherkommt, könnte er noch ein Nachspiel haben.

Kurioses Blitzer-Foto sorgt für Lacher

Der mutmaßlich kommende Bundeskanzler, Olaf Scholz und ein Blitzer in der Rheinstraße: Diese ungewöhnliche Kombination hat in den vergangenen Tagen für Lacher in sozialen Medien gesorgt. Aber der Reihe nach.

In der Nacht von Samstag auf Sonntag fuhr ein Mitglied der Facebook-Gruppe „Blitzer in Mainz“ mit seinem Auto auf der Rheinstraße entlang. Als der Facebook-User plötzlich ein skurriles Bild sah, fotografierte er es. Ein Unbekannter hatte offenbar ein übriggebliebenes Bundestagswahlplakat von SPD-Kandidat Olaf Scholz genommen und so vor einem mobilen Blitzer positioniert, dass dieser nicht mehr auslösen konnte.

Ein Post samt Foto der Aktion in der Blitzer-Gruppe auf Facebook hat inzwischen fast 350 Likes erhalten. In den Kommentaren unter dem Post heißt es unter anderem ironisch: „Ein zukünftiger Kanzler, der sich für die Bedürfnisse seiner Bürger einsetzt. Respekt“ oder „Nie zuvor war ein Wahlplakat so sinnvoll aufgestellt!“

Aktion könnte teuer werden

Der Blitzer-Streich könnte jedoch noch ein Fall für die Mainzer Polizei werden. Ein Polizeisprecher erklärte gegenüber Merkurist, dass der Blitzer im Stadtgebiet im Zuständigkeitsgebiet der Stadtverwaltung liege. Sollten jedoch durch das Wahlplakat oder dessen Befestigung an dem Blitzer Schäden entstanden sein, könne die Stadt Anzeige erstatten.

In Fällen von abgeklebten Blitzern hatten Gerichte übrigens schon entschieden, dass eine Sachbeschädigung vorliegt, da das Gerät in seiner Funktion eingeschränkt sei. Dann drohen Geldstrafen oder in besonders schweren Fällen sogar eine Freiheitsstrafe. Eine Merkurist-Anfrage an die Stadt Mainz zum Thema blieb bis zum Erscheinen des Artikels unbeantwortet.

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