Mainzer bringen Bio-Weinschorle in der Flasche auf den Markt

Weinschorle in der Flasche - und das in Bio-Qualität. Mit dieser Idee versuchen drei Mainzer Jungunternehmer gerade durchzustarten. Wir haben mit einem von ihnen gesprochen.

Mainzer bringen Bio-Weinschorle in der Flasche auf den Markt

Früher organisierten die Mainzer Jungunternehmer Katharina Bahne, Moritz Brüggemann und Sascha Radewald Tischtennis-Events in Mainzer Bars und Kneipen. Doch seit etwas mehr als einem Jahr verfolgen sie neue Pläne. „RHEINSCHORLE“ heißt eines ihrer Projekte. Dahinter steckt eine Weinschorle - bereits abgefüllt in der Flasche. Das Besondere daran: Der Wein kommt aus der Region und ist mit einem Bio-Qualitätssiegel versehen.

Von der Idee bis zur Umsetzung war allerdings eine Menge Arbeit notwendig, wie Sascha Radewald gegenüber Merkurist erklärt: „Wir haben mit verschiedenen Winzern gesprochen, da sitzt man in Mainz und Rheinhessen ja auch an der perfekten Quelle.“ Relativ schnell habe man dann den richtigen Partner für die aktuelle „RHEINSCHORLE“ gefunden, das Sprendlinger Weingut „Brossmann“. Radewald und seine Kollegen kaufen den Wein ein, lassen die Qualität im Labor analysieren, dann wird das Mischverhältnis von Wasser zu Wein bestimmt und zu guter Letzt werden die Flaschen in einer Lohnabfüllerei in Rheinhessen abgefüllt.

„Rheinschorle“ in mehreren Städten erhältlich

„Im Mai 2019 haben wir die ersten circa 1500 Flaschen abfüllen lassen, das entspricht 60 Kisten. Danach sind wir durch Bars, Kioske und über Messen gezogen und haben die ‘RHEINSCHORLE’ vorgestellt“, sagt Radewald. In weniger als sechs Wochen sei die erste Ladung bereits vergriffen gewesen.

Ein Dreivierteljahr später gibt es die Schorle schon an einigen Orten in Mainz zu kaufen. „Ein Großteil der Kioske in der Alt- und Neustadt haben die Schorle bereits im Sortiment. Auch im Rewe am Zollhafen und im Bio-Markt ‘Natürlich’ in der Mainzer Neustadt gibt es die ‘RHEINSCHORLE’ bereits“, sagt Radewald. In Wiesbadener Läden ist die Schorle ebenfalls erhältlich, vereinzelt auch in Frankfurt, zum Beispiel im Szene-Kiosk „Yok Yok“ im Bahnhofsviertel. Inzwischen planen die drei Jungunternehmer sogar, die Schorle auch in anderen deutschen Großstädten anzubieten.

Neue Sorte kommt im Frühjahr

Nach dem Produktionsstart mit einem kleinen Budget konnten die Mainzer Unternehmer die Stückzahl bereits mehr als verdreifachen. Bis dahin lief aber längst nicht alles glatt: „Wir hatten nicht viel Geld, haben Stände für Messen selbst gebaut, die Etiketten für die Flaschen mit Unterstützung einer Freundin designed und so weiter. Dabei macht man natürlich auch Fehler. Aber es macht Spaß, denn man lernt immer wieder Neues dazu“, sagt Radewald. Bisher gibt es die „RHEINSCHORLE“ nur als Riesling-Variante, im Frühjahr soll allerdings auch eine weitere Sorte auf den Markt kommen. „Dabei verwenden wir nur reine Rebsorten und keine Verschnitte“, so Radewald.

Die „RHEINSCHORLE“ ist übrigens nicht das einzige Getränk im Sortiment der drei Mainzer. Auch der Haselnuss-Likör „Voll auf die Nuss“ gehört dazu. „Der Likör ist zwar kein reines Bio-Produkt, allerdings arbeiten wir ohne künstliche Aromen“, so Radewald. Der Haselnuss-Likör entsteht in Zusammenarbeit mit einer Brennerei in Gau-Odernheim, er ist unter anderem im „Salon 3SEIN“ in der Großen Bleiche erhältlich. (df)

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