Schlag gegen Kinderpornografie: Mehr als 100 Wohnungen im Land durchsucht

Über 700 Datenträger sichergestellt

Schlag gegen Kinderpornografie: Mehr als 100 Wohnungen im Land durchsucht

In einer landesweiten Aktion hat die Polizei in Rheinland-Pfalz am Mittwoch einen Großeinsatz zur Bekämpfung von Kindesmissbrauch und Kinderpornografie durchgeführt.

Bei den Tatverdächtigen handelt es sich um 109 Männer und neun Frauen im Alter von 14 bis 77 Jahren mit verschiedenen Nationalitäten. Insgesamt wurden über 700 Datenträger wie Computer, Mobiltelefone sowie Speichermedien sichergestellt. Außer den Datenträgern kam es in wenigen Fällen auch zu Zufallsfunden. So wurden auch Waffen (Schreckschusspistole, zwei Messer, Schlagring) sowie geringe Mengen Betäubungsmittel sichergestellt.

Außerdem lag im Bereich des Polizeipräsidiums Westpfalz gegen einen der Tatverdächtigen ein Haftbefehl wegen versuchten Totschlags vor, der vollstreckt werden konnte. Der 27-Jährige wurde am Mittag dem Haftrichter vorgeführt, es wurde Untersuchungshaft erlassen.

Koordiniert wurde der Einsatz vom rheinland-pfälzischen Landeskriminalamt (LKA). Der Großeinsatz begann in den frühen Morgenstunden, es waren alle fünf Landes-Polizeipräsidien sowie die Bereitschaftspolizei beteiligt. An dem Einsatz waren rund 270 Polizeikräfte beteiligt, mit dem Ziel über 100 richterliche Beschlüsse für Wohnungsdurchsuchungen zu vollstrecken.

Wie Innenminister Roger Lewentz (SPD) sagt, darf „kein Täter, der solche widerwärtigen und abscheulichen Taten begeht, sich in Rheinland-Pfalz sicher fühlen. Die Polizei verfolgt das Ziel, diesen Tätern ihr schändliches Handwerk zu legen“.

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