Landtagswahl in Mainz: So ist der aktuelle Stand am Wahlsonntag

An diesem Sonntag wählen die Rheinland-Pfälzer einen neuen Landtag. Allein in Mainz sind rund 149.000 Menschen zur Wahl aufgerufen. Wir halten euch zu den neuesten Entwicklungen auf dem Laufenden.

Landtagswahl in Mainz: So ist der aktuelle Stand am Wahlsonntag

Noch bis 18 Uhr sind die Wahllokale in ganz Rheinland-Pfalz geöffnet: 3,2 Millionen Menschen sind aufgerufen, einen neuen Landtag zu wählen. Es wird spannend, denn in Umfragen lagen CDU und SPD bis zuletzt fast gleichauf. Erwartet wird daher ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Mit der Wahl entscheidet sich, wer die nächsten fünf Jahre Ministerpräsident sein wird und welche Kandidaten aus den einzelnen Wahlkreisen, Parteien und Wählervereinigungen in den Landtag einziehen.

In diesem Artikel halten wir euch zu den aktuellen Entwicklungen auf dem Laufenden, geben auch die Hochrechnungen bekannt, sobald sie vorliegen. Es lohnt sich also, immer mal wieder reinzuschauen.

18:53 Uhr: Er wird wohl neuer Ministerpräsident

Gordon Schnieder wird vermutlich neuer Ministerpräsident von Rheinland-Pfalz. Die einzig realistische Option ist eine Große Koalition unter Führung der CDU. Die SPD verliert damit wohl nach 35 Jahren das Amt des Ministerpräsidenten.

Im neuen Landtag werden statt sechs nur noch vier Parteien vertreten sein: CDU, SPD, AfD und Grüne. Das belegt die neuste ZDF-Hochrechnung:

SPD 26,4 Prozent, CDU 30,7 Prozent, Grüne 8,3 Prozent, AfD 20,0 Prozent, FDP 2,0, Freie Wähler 3,7 Prozent, Linke 4,5 Prozent, Andere 4,4 Prozent.

18:35 Uhr: Erste Hochrechnungen

Die CDU liegt bei der Landtagswahl in Rheinland-Pfalz am Wahlabend auch nach den ersten Hochrechnungen vor der SPD.

So liegt die SPD nach ARD-Hochrechnungen bei 26,9 Prozent, das ZDF meldet 26,5 Prozent. Die CDU kommt demnach auf 30,6 beziehungsweise 30,5 Prozent.

18:25 Uhr: Wechsel in der Staatskanzlei deutet sich an

Wenn die ersten Prognosen sich bewahrheiten, würde die SPD nach 35 Jahren nicht mehr den Ministerpräsidenten stellen. Gordon Schnieder von der CDU könnte Alexander Schweitzer von der SPD ablösen.

Die AfD würde nach der Prognose zur stärksten Opposition im Landtag werden, sofern eine große Koalition aus CDU und SPD entstehen würde. FDP und Freie Wähler würden nicht mehr im Landtag vertreten sein, da sie unter 5 Prozent der Stimmen hätten. Auch die Linke würden die Hürde nicht schaffen.

18:15 Uhr: So hoch war die Wahlbeteiligung

Nach vorläufigen Berechnungen liegt die Wahlbeteiligung bei 69,5 Prozent. Damit ist sie im Vergleich zur vergangenen Landtagswahl im Jahr 2021 um fünf Prozentpunkte gestiegen. Der Anteil der Briefwähler liegt bei 47,5 Prozent (2021: 66,5 Prozent). Auch das ist ein vorläufiges Ergebnis.

18 Uhr: Erste Prognosen

Ersten Prognosen der Wahlforschungsinstituten zufolge liegt die CDU mit 30,5 Prozent vorne, gefolgt von der SPD mit 26,5 Prozent (ZDF-Prognose) beziehungsweise 27 Prozent (ARD-Prognose).

Für die Prognosen haben die Wahlforschungsinstitute in ausgewählten Lokalen 20.000 Wähler anonym befragt, wo sie ihre Kreuze gesetzt haben.

Alle Ergebnisse der ersten Prognosen könnt ihr euch hier ansehen:

17:35 Uhr: Wann gibt es die ersten Prognosen und Zwischenergebnisse?

Mit Schließung der Wahllokale um 18 Uhr werden die ersten Wahlprognosen der Wahlforschungsinstitute erwartet. Frühestens eine halbe Stunde später ist mit den ersten Zwischenergebnissen zu rechnen. Das vorläufige Endergebnis gibt es, wenn alle Stimmzettel der 4709 rheinland-pfälzischen Wahlbezirke ausgezählt sind. Das wird in der Nacht auf Montag sein.

Die Stimmzettel zur Ortsvorsteherwahl in der Mainzer Oberstadt werden erst nach denen der Landtagswahl ausgezählt.

17:07 Uhr: So ist der Landtag aufgebaut

Der Landtag von Rheinland-Pfalz besteht aus 101 Abgeordneten. 52 von ihnen werden direkt in den Wahlkreisen gewählten, 49 über die jeweiligen Landeslisten der Parteien und Wählervereinigungen.

Mit der Wahlkreisstimme wählt ihr den Direktkandidaten. Die Person, die am Ende die meisten Stimmen erhalten hat, zieht direkt in den Landtag ein.

Mit der Landesstimme wählt ihr eine Landes- oder Bezirksliste aus. Die Stimmen werden dann nach dem Verhältnis ihrer Stimmenanteile vergeben. Die Listen und Vorschläge, die einen Stimmanteil von unter 5 Prozent haben, erhalten kein Mandat.

17 Uhr: Wahllokale schließen bald

Noch eine Stunde haben die Wahllokale in den einzelnen Wahlkreisen geöffnet. Wo sich euer Wahllokal befindet, steht auf der Wahlbenachrichtigung, die ihr per Post erhalten habt. Solltet ihr diese verloren haben, könnt ihr trotzdem wählen gehen. Dazu solltet ihr aber unbedingt euren Personalausweis oder Reisepass mit ins Wahlbüro nehmen.

Wer Briefwahl beantragt hat, kann nicht mehr im Wahllokal selbst wählen. Den Briefwahlschein könnt ihr nun nur noch im Stadthaus in der Großen Bleiche 46 abgeben.

Laut dem Landeswahlleiter hatten 34 Prozent der Wahlberechtigten Briefwahl beantragt. Bereits um 12 Uhr hatten 50 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme abgegeben. Bei der letzten Landtagswahl vor fünf Jahren hatte die Wahlbeteiligung insgesamt bei 64,3 Prozent gelegen.