Land ändert Warnstufen-System

Acht Stand-By-Impfzentren in Rheinland-Pfalz

Land ändert Warnstufen-System

Wegen stark steigender Infektionszahlen werden die Corona-Maßnahmen in Rheinland-Pfalz verschärft. Das gab Gesundheitsminister Clemens Hoch (SPD) am Dienstag auf einer Pressekonferenz bekannt. Zuvor hatte sich der Ministerrat beraten.

Konkret soll das bisherige Warnstufen-System geändert werden. Bei der Intensivbettenbelegung soll ab nächster Woche nicht mehr auf den prozentualen Anteil, sondern auf die absolute Bettenbelegung geschaut werden. Zudem sollen die Warnstufen strenger gestaltet werden als bisher. Die bisherige Warnstufe 2 entfällt komplett, an ihre Stelle tritt die bisherige Warnstufe 3. Sollte diese erreicht werden, wird voraussichtlich komplett auf ein 2G-Modell umgestellt werden. Stand jetzt würden vermutlich alle Landkreise in der nächsten Woche in Warnstufe 2 fallen. Konkrete Grenzwerte sollen aber erst festgelegt werden, wenn die Ministerpräsidenten-Konferenz (MPK) am Donnerstag getagt hat.

„Dann gibt es im besten Fall ein einheitliches Vorgehen“, so Hoch. Zwar stehe Rheinland-Pfalz besser da als die südlichen und östlichen Länder, doch wolle man eine „Brandmauer“ errichten, um diesen Vorsprung nicht zu verspielen.

Das bisherige Warnstufen-System:

Bei der MPK könne auch über ein einheitliches Vorgehen bei Weihnachtsmärkten entschieden werden. Obwohl in der aktuellen Verordnung des Landes keine Vorgaben mehr für Veranstaltungen im Freien gemacht werden, könnten Kommunen selbstständig entscheiden, welches Modell sie einführen. Hoch sagt: „Es sind auch jetzt schon 2G-, 3G-Modelle oder eine Maskenpflicht auf dem Gelände möglich.“

Zudem sollen am 24. November acht Stand-By-Impfzentren in Rheinland-Pfalz öffnen. Darunter auch ein Zentrum in Mainz-Bingen. Auch die Stadt Mainz hat mittlerweile bekanntgegeben, das Impfzentrum in Gonsenheim wieder zu öffnen. Dafür werden aktuell Mitarbeiter gesucht.

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