Intensivstationen: So viele Corona-Patienten kämpfen ums Überleben

Mit einem Experten-Team aus Medizinern, Virologen und anderen Wissenschaftlern will die Landesregierung die vierte Corona-Welle brechen. Ministerpräsidentin Malu Dreyer stellte wichtige Eckpunkte des Vorhabens vor.

Intensivstationen: So viele Corona-Patienten kämpfen ums Überleben

Die rheinland-pfälzische Landesregierung und ein Corona-Experten-Team haben sich am Freitag über das Vorgehen in der aktuellen Corona-Lage beraten. Am Mittag stellte nun Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) die Ergebnisse vor.

Wie Dreyer sagte, befinde man sich in einer schwierigen Phase der Pandemie. Eine noch unbekannte, aber offensichtlich höchst ansteckende Virusmutante und immer noch sehr volle Intensivstationen stellten das Land vor große Herausforderungen. Rheinland-Pfalz habe bereits weitreichende Schutzmaßnahmen beschlossen und die Impfkampagne nochmals massiv angekurbelt. Mehr als 1,2 Millionen Menschen seien bereits geboostert. Das sei ein wesentlicher Baustein jetzt aktuell und vorbeugend für Omikron.

Was bedeutet Omikron für den Impfschutz?

„Erste Studien legen nahe, dass bei Omikron ein deutlich reduzierter Impfschutz besteht.“ Umso wichtiger sei die Auffrischungsimpfung, erklärt das Corona-Experten-Team. Und wie ist die Situation in den Krankenhäusern? „Die aktuelle Situation der Krankenhäuser in Rheinland-Pfalz ist sehr angespannt. Auf den Intensivstationen des Landes kämpfen 173 Corona-Patienten um ihr Leben“, erklärt Gesundheitsminister Clemens Hoch. Die schwersten Krankheitsverläufe träfen ungeimpfte Personen.

Das Corona-Experten-Team wies zudem nochmals auf die ganz große Bedeutung von Abstandhalten und Masketragen hin. Um das Infektionsgeschehen zu minimieren, brauche man beides: Schutzmaßnahmen und schnelles Impfen sowie Boostern an den vielen Impfstellen im ganzen Land, so die Experten. Und auch bei den Impfungen der 5- bis 11-Jährigen gehe es voran, so Dreyer.

„Über Feiertage Kontakte reduzieren“

Wie die Ministerpräsidentin weiter erklärt, habe man zum Schutz der Bevölkerung bereits frühzeitig die 2G-Regel zum Beispiel für den Einzelhandel und Kulturveranstaltungen beschlossen. Auch die 2G-plus-Regel, wenn innen keine Maske getragen werden könne, wie im Restaurant oder bei einem Kosmetiker, sowie Kontaktbeschränkungen für Ungeimpfte, seien wichtig gewesen.

Trotz der aktuellen schwierigen Situation blickt Dreyer positiv in die Zukunft und appelliert noch einmal an die Bevölkerung: „Der ganz überwiegende Teil der Bevölkerung geht sehr verantwortungsvoll mit der Situation um, worauf die sinkenden Infektionszahlen hindeuten.“ Trotzdem bleibe der dringende Appell auch über die Feiertage: „Bitte reduzieren Sie Kontakte, halten Sie Abstand und lassen Sie sich impfen.“

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