„Leid nur schwer zu ertragen“: Verein liefert Hilfsgüter für die Ukraine

Der Verein „Rheinhessen hilft“ hat am Freitag mit einem großen Lkw Hilfsgüter geliefert, um die vom Krieg betroffene Ukraine zu unterstützen. Bald plant der Verein eine weitere Fahrt und ist dabei auf finanzielle und materielle Hilfe angewiesen.

„Leid nur schwer zu ertragen“: Verein liefert Hilfsgüter für die Ukraine

Um den vom Krieg in ihrer Heimat betroffenen Ukrainern zu helfen, hat sich der Verein „Rheinhessen hilft“ am Freitag aufgemacht und Hilfsgüter geliefert. Die Fahrt führte zunächst nach Polen, wo die Hilfsgüter verladen und dann ins Kriegsgebiet gebracht wurden.

„Helfen moralische Verpflichtung“

Wie der erste Vorsitzende des Vereins, Marcio Demel, erzählt, sei man unter anderem mit einem 40 Tonnen schweren Lkw voller Hilfsgüter und dem Mainzer Kältebus nach Breslau gefahren. „Dort haben wir gemeinsam mit den polnischen Kollegen in Teamarbeit die Sachspenden umgeladen, die sofort von internationalen Hilfsorganisationen und Spediteuren in die Ukraine geliefert wurden.“

Geladen waren Trinkwasser, Nahrungsmittel, Decken, Schlafsäcke, ISO-Matten, Hygieneartikel, medizinische Geräte, teils Medikamente und Erste-Hilfe-Material. „Am Samstag konnten wir uns am Hauptbahnhof in Breslau ein Bild von der Lage vor Ort machen und mit Flüchtlingen ins Gespräch kommen.“ Mehr als 900.000 Menschen würden täglich allein den Bahnhof in Breslau erreichen, sagt Demel. „Die Eindrücke, die wir gesehen haben - weinende Menschen und Kinder, großes Leid und Elend - waren für uns nur schwer zu ertragen.“

Deshalb wolle man weiterhin helfen. Dafür soll in etwa zwei Wochen eine weitere Fahrt starten, dann mit dem Ziel Moldawien. Das Land selbst habe nicht genügend Möglichkeiten, die ukrainischen Flüchtlinge, die über die Grenze fliehen, ausreichend zu versorgen, sagt Demel. Es würden dort zusätzliche Ressourcen wie etwa Ausrüstung, finanzielle Hilfe und Hilfe bei der Umsiedlung von Flüchtlingen gebraucht. „Wir planen dort einen längeren Einsatz.“ Nach Moldawien seien derzeit Zehntausende von Flüchtlingen geströmt, was die soziale Infrastruktur des Landes überlastet hätte. „Wir werden in Moldawien helfen, solange Hilfe nötig ist, auch direkt an der ukrainischen Grenze. Das ist unsere moralische Verpflichtung“, so Demel.

Gleichzeitig werde man mit medizinisch geschultem Personal, Seelsorgern, Pflegekräften und Sozialarbeitern kommen, erläutert der zweite Vorsitzende von „Rheinhessen hilft“, Marlon Demel. Für die geplanten Einsätze benötige man nun wieder dringend Spenden. Denn der Einsatz sei sehr kostenintensiv, vor allem auch wegen der aktuellen Kraftstoffpreise.

Wer den Verein unterstützen will, kann dies entweder finanziell tun:

Bankverbindung:

Vereins- und Spendenkonto bei der Volksbank Alzey-Worms eG

IBAN: DE35550912000031977207

BIC: GENODE61AZY

oder auch materiell. Denn es werden auch Fahrzeuge für eine Kolonne, medizinisches Gerät, Medikamente und Sachspenden gesucht. Wer Unterstützung anbieten kann, soll sich per Mail unter info@rheinhessen-hilft.de. melden.

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