Neue Cocktailbar soll „außergewöhnlich“ werden

Nach mehr als zwölf Jahren schließt Markus Schuler Ende September seine Cocktailbar „DejaVu“. Für die Zeit danach hat er schon neue Pläne. Wir haben mit ihm gesprochen.

Neue Cocktailbar soll „außergewöhnlich“ werden

Noch einen Monat, dann ist das „DejaVu“ in der Dagobertstraße Geschichte. Am 28. September wird Markus Schuler seine mehrfach ausgezeichnete Cocktailbar zum letzten Mal öffnen. Der Grund: Probleme mit den Hauseigentümern (wir berichteten). Derzeit hat das „DejaVu“ Betriebsferien, dann beginnt Mitte September der Endspurt. „Und danach stecke ich alle Energie in das neue Projekt“, sagt Schuler gegenüber Merkurist.

Das neue Projekt, das ist die „Rheinhattan Bar“ - und sie wird in der Neutorstraße 8 eröffnen. Doch bis dahin wartet auf Schuler in den nächsten Monaten noch eine Menge Arbeit: Vor allem wegen eines Wasserschadens, den er von dem Vorgänger, einer Shishabar, übernommen habe. „Außerdem müssen wir das ganze Kabelsystem erneuern und tragende Wände wieder einziehen.“ Auch Boden, Decke und Toiletten werden neu gemacht. Zudem habe es mit dem Bauamt noch Diskussionen um einen Parkplatz gegeben. Mittlerweile sei der Bauplan aber eingereicht, in wenigen Wochen könne der Umbau voll starten.

Ausgefallene Cocktails und Bier vom Fass

Insgesamt soll der neue Gastraum mehr als 70 Quadratmeter groß sein, die Theke zusätzlich noch einmal 15 Quadratmeter. Die Bar solle in jeder Hinsicht „außergewöhnlich“ werden, wie Schuler sagt. „Bei der Einrichtung orientieren wir uns am Stil der Old English Bars mit Jugendstil-Elementen und Chesterfield-Couches. Die Bar soll sehr edel aussehen.“ Die Preise werden aber ähnlich sein wie im „DejaVu“, verspricht Schuler. „Wir sind ja hier in Mainz und nicht in München.“

Die Cocktailkarte soll kleiner werden als im „DejaVu“, aber mehr Qualität bieten. Dabei setzt Schuler auf etwa zehn Klassiker, der Rest der rund 60 Cocktails soll ausgefallener sein und die Gäste überraschen. „Cocktails machen ist eine Handwerkskunst, das müssen die Gäste merken.“ Für Biertrinker gibt es Jever, Guinness und IPA-Biere aus dem Fass. Essen wird es außer kleineren Snacks nicht geben.

Eröffnung im Frühjahr

Insgesamt wird die Bar rund 50 Gästen Platz bieten, inklusive einer abgetrennten Raucher-Lounge. Wer reinkommen will, muss klingeln - ganz im Stil der amerikanischen „Speak Easy“-Bars. Dass sich direkt gegenüber die Cocktailbar „Spiritus“ befindet, sieht Schuler nicht als Problem. „Ich glaube, dass sich die beiden Bars befruchten und voneinander profitieren werden. Tobias vom ‘Spiritus’ leistet tolle Arbeit, genau wie der Irish Pub ‘Nolan’s’, der ebenfalls in der Neutorstraße ist.“

Wann die neue Cocktailbar eröffnen wird, sei noch unklar. Schuler peilt den 1. März 2020 an. Geöffnet hat die Bar dann von Mittwoch bis Samstag, zudem einen Sonntag im Monat - dann aber nur für andere Gastronomen. Doch bis dahin gelte: „Ich werde erst eröffnen, wenn das letzte Glas in der Theke steht. Es wird nichts Halbgares geben“, so Schuler. „Die Leute sollen reinkommen und einen Wow-Effekt haben.“ (pk)

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