Hier entstehen 57 neue Wohnungen

An der Ecke Wallaustraße, Rheinallee und Nahestraße sollen 57 neue Wohneinheiten entstehen. Die ehemalige „bft“-Tankstelle wird gerade abgerissen. So soll es danach weitergehen.

Hier entstehen 57 neue Wohnungen

Nicht nur am Mainzer Zollhafen werden neue Wohngebäude hochgezogen, auch direkt gegenüber, auf der anderen Seite der Rheinallee tut sich etwas: Auf dem Gelände von „Reifen-Rauch“ und der ehemaligen „bft“-Tankstelle haben die ersten Abrissarbeiten begonnen. Die Tankstelle stellte bereits im August 2018 ihren Betrieb ein, zwischenzeitlich eröffnete darin das Mainzer Kollektiv „Substanz der Stadt“ einen Pop-Up-Store. Jetzt wurden erste Teile der Tankstelle abgerissen. Doch was ist genau geplant?

Wie die „Allgemeine Zeitung“ (AZ) berichtete, hat ein privater Investor das Gelände gekauft. Laut AZ gehören zu dem Areal zwischen Wallaustraße, Rheinallee und Nahestraße: der ehemalige „Rewe“-Markt, der mittlerweile als Getränkemarkt neu eröffnet hat, die ehemalige „Reifen-Rauch“-Werkstatt, die „bft“-Tankstelle, das Gebäude mit der Spielhalle „Löwen Play“, ein zweigeschossiges Haus zwischen Spielhalle und Werkstatt sowie ein Gebäuderiegel in der Wallaustraße. Geplant ist ein Neubau mit insgesamt 57 Wohn- und Gewerbeeinheiten, der zusammen mit dem Altbestand eine Blockrandbebauung bildet.

Was abgerissen wird

Wie Architekt Jens Kercher von der Arbeitsgemeinschaft ERN gegenüber Merkurist bestätigt, sollen nur Tankstelle, Autowerkstatt und das niedrigere Haus in der Nahestraße abgerissen werden. Der geplante Neubau soll vor allem Wohngebäude sein, hinzu kommen drei Gewerbeeinheiten im Erdgeschoss. Die Wohnungsgrößen lägen zwischen 60 und 130 Quadratmetern, so Kercher. „Die Wohnungen entsprechen dem mittleren Standard.“ Künftig wird man nicht mehr über die Rheinallee in den Hof einfahren können. „Das war eine Vorgabe des Stadtplanungsamtes.“ Das Rewe-Gebäude soll zunächst unberührt bleiben, später könne es noch leichte Änderungen an der Fassade geben.

Und was ist mit dem Luftschutzbunker, der sich unter der Rheinallee befindet? Dieser wurde in den 1980er-Jahren errichtet und hätte im Ernstfall 900 Personen Platz geboten (wir berichteten). Architekt Kercher sagt: „Der Status als Luftschutzraum musste aufgehoben werden, sonst hätte man nicht bauen dürfen.“ Unter dem kompletten Areal befinde sich eine große Tiefgarage, diese wird nun um den Bereich erweitert.

Bis Ende 2021 soll der Neubau stehen. Vor wenigen Wochen hat der oberirdische Abbruch begonnen, in den nächsten Monaten folgen die restlichen Teile der Tankstelle, die Werkstatt und der flachere Gebäudeteil an der Nahestraße. Kercher sagt: „Im Oktober 2020 soll dann der Hochbau beginnen.“ (mm)

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