Land will die Selz renaturieren – und investiert weitere 430.000 Euro

Damit soll neuer Lebensraum und Hochwasserschutz geschaffen werden.

Land will die Selz renaturieren – und investiert weitere 430.000 Euro

Bis spätestens 2027 sollen alle Fließgewässer in einen guten ökologischen Zustand versetzt werden, heißt es in einer Verpflichtung aus der EU – so auch in Rheinland-Pfalz. „Die Landesregierung hat seit rund 25 Jahren fast 380 Millionen Euro in die Wiederherstellung naturnaher Gewässer investiert“, so die rheinland-pfälzische Klimaschutzministerin Katrin Eder (Grüne).

Eines der neuesten Projekte ist die Renaturierung der Selz, einer der Nebenflüsse des Rheins. Aufgrund ihrer unnatürlichen Tiefe von über drei Metern und der schlechten Gewässerstruktur werde sie schrittweise renaturiert. So könne sich „langfristig eine ökologische Einheit des Flusses mit angrenzenden Quellzuflüssen und Auebereichen entwickeln“, heißt es aus dem Klimaschutzministerium.

In den vergangenen Jahren seien bereits erste Maßnahmen des Gewässerzweckverbands Selzverband im Rahmen der „Aktion Blau Plus“ mit rund einer Million Euro finanziell unterstützt worden. Insgesamt habe das Land Rheinland-Pfalz seit 2013 nach eigenen Angaben 187 Millionen Euro in die „Aktion Blau Plus“ investiert. 21 Prozent der Gewässer im Bundesland seien inzwischen in einem guten oder sehr guten Zustand.

Die aktuellen Maßnahmen im Wert von 431.300 Euro kämen dem Gewässer- und Naturschutz und damit auch der Bevölkerung an der Selz zu Gute. Den Förderbescheid übergab Eder nun der Landrätin des Landkreises Mainz-Bingen, Dorothea Schäfer (CDU), in Ingelheim. „Damit entstehen jetzt in Ingelheim nicht nur Lebensräume für allerlei Kleintiere, auch die Bürgerinnen und Bürger profitieren von der naturnahen Umgestaltung“, so Schäfer.

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