Bekommen die Mainzer dieses Jahr noch ihr Volksfest am Rheinufer?

Wird am Mainzer Rheinufer noch in diesem Jahr gefeiert? Auch wenn 2021 dort alle Veranstaltungen bisher abgesagt wurden, gibt es Hoffnung. Ein „Rhein-Herbst“ analog zum „Rhein-Frühling“ könnte durchaus möglich sein, meint Wirtschaftsdezernentin Matz.

Bekommen die Mainzer dieses Jahr noch ihr Volksfest am Rheinufer?

Dass die Mainzer das letzte Mal auf einem Volksfest am Rheinufer feiern konnten, ist lange her. Vor nunmehr zwei Jahren fanden dort das vorerst letzte Mal die Sommerlichter, die Johannisnacht und der Rhein-Frühling statt. Seitdem verhinderte Corona sämtliche Veranstaltungen. Jetzt keimt aber Hoffnung auf. Statt „Rhein-Frühling“ könnte möglicherweise noch dieses Jahr ein „Rhein-Herbst“ stattfinden. Die Mainzer Wirtschaftsdezernentin Manuela Matz (CDU) jedenfalls hält den Vorschlag der Mainzer Schausteller (wir berichteten) nicht für abwegig.

Deren erster Vorsitzender Marco Sottile hatte im Gespräch mit Merkurist eine solche Veranstaltung ins Gespräch gebracht. „Vielleicht haben wir ja das Glück und können zum Herbst hin eine Messe ausrichten, eine Art ‘Rheinherbst’“, so Sottile. Das Gelände solle dabei dann nicht eingezäunt sein. Wie der Schausteller-Chef sagt, dürfte eine solche Veranstaltung auch im Interesse der Stadt Mainz sein. Ähnlich sieht das auch Wirtschaftsdezernentin Matz. Wichtig sei, dass man die Schausteller unterstütze, wo es gehe, sagt sie. Momentan ginge das aber nur mit Einschränkungen. Veranstaltungen, die ein größeres Publikum anziehen sollen, seien aufgrund der rechtlichen Situation nur bei einer Inzidenz von unter 35 möglich.

Ja zum „Rhein-Herbst“

Die aktuelle Coronabekämpfungsverordnung lasse auch theoretisch eine solche Veranstaltung mit bis zu 5000 Besuchern zu, allerdings müsste dann der Zugang gesteuert und das Gelände eingezäunt sein, um eine Nachverfolgung gewährleisten zu können, so Matz. Doch man könnte hier auch unter Umständen eine Ausnahmegenehmigung vom Ministerium bekommen. Man werde sehen, was passiert. „Wenn wir es beispielsweise bis Ende September geschafft haben, alle vulnerablen Gruppen zu impfen, dann sehe ich nicht mehr die Notwendigkeit, die Gemeinschaft weiterhin einzuschränken.“ Dann könnten im vierten Quartal auch solche Veranstaltungen wieder stattfinden und man so wieder zur Normalität zurückkehren.

Zunächst müsse man aber noch den kommenden Bund-Länder-Gipfel am 10. August abwarten, auf dem das weitere Vorgehen in der Corona-Krise beraten wird, sagt Matz. Sie habe große Hoffnungen, dass es zu langsamen Lockerungen komme. Eine Veranstaltung, wie den „Rhein-Herbst“, wolle sie deshalb weder ablehnen, noch ausschließen, sagt Matz. Möglicherweise dann nur mit Zutritt für Geimpfte, Genesene oder Getestete, zumal es ja inzwischen immer mehr niedrigschwellige Impfangebote gebe. Guter Hoffnung sei sie zudem auch, den Mainzer Weihnachtsmarkt unter halbwegs normalen Bedingungen stattfinden zu lassen. Wenigstens auf einem entzerrten Gelände, so Matz. „Ein weiteres Jahr ohne Weihnachtsmarkt wäre schrecklich.“

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