Malu Dreyer stellt weitere Lockerungen in Aussicht

Ministerpräsidentin gibt Regierungserklärung ab

Malu Dreyer stellt weitere Lockerungen in Aussicht

Laut Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) sind wegen der sinkenden Corona-Infektionszahlen weitere Lockerungsschritte in Rheinland-Pfalz möglich. Das sagte sie in einer Regierungserklärung am Mittwochnachmittag.

„Wir haben jetzt einen Punkt erreicht, wo weitere Lockerungsschritte möglich sind, sofern wir weiter Abstand halten, die Hygieneregeln befolgen und unsere Kontakte beschränken“, so Dreyer. In den vergangenen sieben Tagen hätten sich landesweit insgesamt nur etwa 100 Menschen neu angesteckt. „Bei den Infizierten in sieben Tagen pro 100.000 Einwohnern liegen wir aktuell bei drei – weit unter der kritischen Marke von 50.“ Einige Landkreise und kreisfreie Städte verzeichneten sogar schon seit mindestens zwei Wochen keine Neuinfektionen mehr.

Dennoch sei die Pandemie noch nicht vorbei und es handele sich bei Covid-19 weiter um eine hoch ansteckende Krankheit, die für nicht wenige Menschen tödlich enden könne. „Wir können mehr Normalität wagen. Wir können mutig sein. Aber wir dürfen nicht übermütig werden.“ Weiterhin gelte: Sobald ein Covid-19-Fall auftrete, würden die unmittelbaren Kontaktpersonen ermittelt, in Quarantäne geschickt und getestet. Zudem würden immer mehr „anlassbezogene Populationstestungen“ durchgeführt.

Seit dem heutigen 27. Mai können weitere Bereiche wieder öffnen - wie Theater, Kinos und Fitnessstudios. Bis zu den Sommerferien kehren auch alle Schüler zumindest zeitweise in ihre Klassen zurück. Die Kitas nehmen Anfang Juni wieder einen eingeschränkten Regelbetrieb auf. Dreyer sagt: „Unser Ziel bleibt, noch im Sommer wieder zu einem normalen Kitabetrieb und direkt nach den Sommerferien wieder zu einem regulären Unterricht in den Schulen zurückzukehren.“

Der Stufenplan der Landesregierung ermögliche es, jederzeit flexibel auf das Infektionsgeschehen zu reagieren. Sollten die Infektionen durch bestimmte Lockerungen ansteigen, so könne man eine Stufe zurückgehen. Umgekehrt sei auch eine schnellere Lockerung möglich, wenn die Infektionszahlen niedrig blieben. Mit den Kommunen will die Landesregierung bald Vereinbarungen treffen, welche Lockerungen eventuell schon schneller als geplant umgesetzt werden können. Für die kommende Woche hat die Ministerpräsidentin kommunale Spitzen zu einem Gespräch eingeladen. (pk)

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