Malu Dreyer: „Die Gastronomie braucht dringend eine Perspektive“

Ministerpräsidentin gibt Regierungserklärung ab

Malu Dreyer: „Die Gastronomie braucht dringend eine Perspektive“

In einer Regierungserklärung zur Corona-Pandemie hat Ministerpräsidentin Malu Dreyer am Mittwoch die Rheinland-Pfälzer dazu aufgerufen, sich weiter an die Hygieneregeln zu halten und Masken zu tragen.

„Ich schütze dich - du schützt mich – besser als mit unserem Motto kann man nicht ausdrücken, dass wir nur gemeinsam, nur durch solidarisches Verhalten die Pandemie eindämmen können“, so die Ministerpräsidentin. Der Gesundheitsschutz der Menschen stehe für die Landesregierung nach wie vor an erster Stelle. „Nur dieses hohe Gut rechtfertigt die massiven Eingriffe in die Grundrechte, in das wirtschaftliche und soziale Leben.“ Sie danke den Bürgern für die Art und Weise, wie die sie mit der unbekannten Situation umgingen.

Weil neue Gefahren erst mit Verzögerung erkennbar seien, müsse jede Lockerung vorsichtig angegangen und das Infektionsgeschehen im Blick behalten werden. Dies gelte für alle Schritte, die in Rheinland-Pfalz geplant seien: von der Möglichkeit, Gottesdienste zu feiern über die Öffnung der Friseurgeschäfte bis hin zu den Lösungen für Geschäfte des Einzelhandels. „Uns ist auch bewusst, dass die Gastronomie dringend eine Perspektive braucht. Wir wollen zudem auch die Familien entlasten und mehr Spielräume für Kinder eröffnen“, so die Ministerpräsidentin.

Außengastronomie auf die Tagesordnung

Deshalb werde sie die Themen Spielplätze und Außengastronomie am Donnerstag im Kreise der Ministerpräsidenten und der Bundeskanzlerin ansprechen und für die gemeinsame Schalte am 6. Mai auf die Tagesordnung setzen lassen. Wegen unterschiedlicher Fallzahlen würden länder- und regionalspezifische Regelungen Sinn ergeben.

Dreyer verwies auf das neue „Corona-Bündnis Rheinland-Pfalz“, zu dem sie für den 30. April eingeladen habe. „Wir setzen nicht nur allein auf die wissenschaftliche Expertise, sondern genauso auf die Einschätzungen unserer Partner und Partnerinnen aus der Gesellschaft. Demokratie lebt von der gemeinsamen Verantwortung für unser Land – gerade in Corona-Zeiten.“ (mo)

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