Dreyer: Neue Maßnahmen im Kampf gegen Corona

Mutiertes Virus bereitet Sorgen

Dreyer: Neue Maßnahmen im Kampf gegen Corona

Im Kampf gegen Corona und die mutierte Variante des Virus ergreift die Landesregierung nun zusätzliche Schutzmaßnahmen. Das hat Ministerpräsidentin Malu Dreyer am Donnerstag in einer Regierungserklärung bekanntgeben.

„Die harten Maßnahmen des Shutdowns würden wirken und auch die Infektionszahlen in Rheinland-Pfalz sinken, dennoch gebe es noch keinen Anlass für Entwarnung. „Deswegen wird der Wechselunterricht für Grundschulen nicht wie geplant am 1. Februar starten“, so Dreyer. Eigentlich sei geplant gewesen, mit der Rückkehr zum Wechselunterricht in der kommenden Woche zu beginnen. „Weil aber in unseren unmittelbaren Nachbarländern in den letzten Tagen die neue Virus-Variante und weitere Virusmutationen aufgetreten sind, haben wir uns gestern und heute früh noch einmal mit den Experten der Universitätsmedizin Mainz beraten und beschlossen, den Beginn des Wechselunterrichts in den Grundschulen zu verschieben.“

Gleichzeitig kündigte die Ministerpräsidentin höhere Schutzmaßnahmen für Kitas an. Für Familien, die keine Betreuung ihrer Kinder organisieren können, bleibe die Kita geöffnet. „Aber wir erhöhen den Schutz für die Erzieherinnen und die Kinder“, so Dreyer. Die Landesregierung habe ein Hygienepaket geschnürt. Für jede Kita stünden 1000 Euro bereit, mit denen die Träger für jede Erzieherin und jeden Erzieher zusätzliche medizinische Masken, Desinfektionsmittel und weitere Schutzausrüstung erwerben können. Beschäftigte in den Einrichtungen könnten sich zudem jederzeit testen lassen.

Auch zum Thema Impfstrategie äußerte sich Dreyer deutlich und forderte mehr Planungssicherheit und sowie einen Impfgipfel. „Wir brauchen einen klaren und transparenten nationalen Impfstoff-Plan für die kommenden Monate.“ Jeder Bürger in Rheinland-Pfalz solle bis zum Ende des Sommers ein Impfangebot erhalten. „Wir sind vorbereitet und könnten mindestens 20.000 Menschen pro Tag impfen, sobald wir genügend Impfdosen haben. Aber Fakt ist, dass es derzeit noch zu wenig Impflieferungen gibt.“ Trotz der Lieferengpässe sei jedoch die Zweitimpfung sichergestellt. „Wer Zweifel daran sät, hilft den Menschen nicht, sondern verstärkt bloß bestehende Unsicherheit“, erklärt Dreyer abschließend.

Logo