Das ändert sich im November

Energiepreise, Toilettenpreise, Public Viewing: Ab dem 1. November wird es etliche neue Regelungen geben.

Das ändert sich im November

Zum Monatswechsel stehen einige Änderungen und Neuregelungen an. Wir geben euch eine Übersicht.

Grundpreise bei Energieversorgern angepasst

Die Grundpreise werden angeglichen: Die Bundesnetzagentur legt fest, dass diese von nun an für alle gleich viel kosten. Dazu wird das Energiewirtschaftsgesetz (EnWG) angepasst. Jedoch dürfen die Preise für die Ersatzversorgung an den Börsepreisen ausgerichtet und jeweils zu Monatsanfang oder -mitte angepasst werden. Diese tritt in Kraft, wenn jemand etwa nicht zu einem anderen Anbieter wechseln kann oder der eigene Energieversorger insolvent ist. Dann wird man automatisch für drei Monate dem heimischen Grundversorger zugeteilt.

Reduzierte Umsatzsteuer auf Gas

Die Bundesregierung senkt vorübergehend den Umsatzsteuersatz auf die Lieferung von Gas. Gelten soll dies auch für Fernwärme, mit der vor allem viele Mietwohnungen versorgt werden. Der Umsatzsteuersatz wird rückwirkend ab dem 1. Oktober 2022 bis Ende März 2024 von 19 auf 7 Prozent reduziert. Die Bundesregierung erwartet von den Unternehmen, dass sie die Steuersenkung eins zu eins an die Verbraucher weitergeben.

Tierarztkosten erhöht

Wegen der geänderten Tierärztegebührenverordnung werden Untersuchungen und Behandlungen des eigenen Haustiers teurer. Hat man bislang etwa neun Euro für den Tierarztbesuch der Katze bezahlt, sind es nun fast 24 Euro. Problematisch kann das nicht nur für Haustierbesitzer, sondern auch für Tierheime werden.

Public Viewing länger möglich

Gemeinsames Fußballschauen ist nun bis in die Nacht hinein möglich. Pünktlich zum Start der Weltmeisterschaft in Katar hat das Bundeskabinett den nächtlichen Lärmschutz vorübergehend gelockert. Nun können die Spiele auch nach 22 Uhr noch öffentlich gezeigt werden. In Mainz haben jedoch schon einige Gastronomien angekündigt, die Katar-WM zu boykottieren, vor allem wegen der umstrittenen Menschenrechtslage dort (wir berichteten).

Kostenlose Corona-Tests enden

Seit dem 30. Juni 2022 sind PoC-Antigen-Tests nur noch für bestimmte Bevölkerungsgruppen kostenlos, darunter Krankenhaus- und Pflegeheimbesucher oder Frauen zu Beginn der Schwangerschaft. Andere, etwa Konzertbesucher, konnten sich mit einer Zuzahlung in Höhe von 3 Euro testen lassen. Diese Coronavirus-Testverordnung (TestV) läuft zum 25. November aus.

Autobahntoiletten werden teurer

Der Toilettenbetreiber Sanifair hat angekündigt, die Gebühr seiner Anlagen zu erhöhen, und zwar von 70 Cent auf einen Euro. Den Wertgutschein könne man dann aber mit dem kompletten Wert einlösen. Die höheren Preise gelten ab dem 18. November.

Biologische Pflanzenschutzmittel einfacher zugänglich

Durch eine neue EU-Regel soll der Einsatz biologischer Pflanzenschutzmittel einfacher zugänglich gemacht werden. Landwirte sollen so chemische Pflanzenschutzmittel besser durch nachhaltigere Alternativen ersetzen können. Die Mitgliedsstaaten hatten den neuen Regeln im Februar 2022 zugestimmt. Sie werden ab November 2022 gelten.

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