Dimo Wache übt scharfe Kritik an Mainz 05 - Schröder kontert mit Humor

„Das ist nicht mehr der 1. FSV Mainz 05, den ich kenne“ - Mainz-05-Ehrenspielführer Dimo Wache hat gegenüber dem „Kicker“ scharfe Kritik an seinem Ex-Verein geäußert. Sportvorstand Rouven Schröder konterte auf der Pressekonferenz am Donnerstag.

Dimo Wache übt scharfe Kritik an Mainz 05 - Schröder kontert mit Humor

Ex-Torwart Dimo Wache (46) genießt bei Fans von Mainz 05 Kultstatus. Zweimal stieg er mit dem FSV in die Bundesliga auf, später wurde er zum Ehrenspielführer der 05er ernannt. Gegenüber dem „Kicker“ äußerte Wache nun deutliche Kritik an Mainz 05.

Der Trainerwechsel von Sandro Schwarz hin zu Achim Beierlorzer habe dem Verein einen neuen Impuls gegeben, so Wache. „Mainz wird den Klassenerhalt packen, davon bin ich überzeugt. Aber es geht mir gegen den Strich, dass in der Hinrunde Sandro Schwarz geopfert wurde, obwohl definitiv mehr Leute Verantwortung tragen.“

„Das ist nicht mehr der 1. FSV Mainz 05, den ich kenne.“ - Dimo Wache

Besonders kritisch sieht Wache, dass sich der Aufsichtsrat aus seiner Sicht in Personalfragen eingemischt habe. Es fehle, so Wache im „Kicker“, an sportlicher Expertise. „Eine Woche vorher hieß es noch, es gibt keine Diskussion. Dann rennt nach dem Union-Spiel der Aufsichtsratsvorsitzende Detlev Höhne wild gestikulierend auf den Platz... Aber so ist das heute im Fußball. Das ist nicht mehr der 1. FSV Mainz 05, den ich kenne.“

Schröder kontert mit Humor

Mainz-05-Sportvorstand Rouven Schröder nahm die Kritik Waches auf der Pressekonferenz am Donnerstag zunächst mit Humor. „Spontan muss ich sagen: Wir sind auf dem Weg zum Traditionsverein, wenn sich jetzt schon ehemalige Spieler melden“, scherzte er. Ernst gemeinter legte er nach: „Dimo Wache ist unser wohlverdienter Ehrenspielführer und wir wünschen ihm, dass es ihm gesundheitlich bald besser geht.“ Wache kann derzeit wegen Beschwerden an Knie und Knöchel seinen Job als Torwarttrainer beim SV Darmstadt 98 nicht ausführen.

Weiter sagte Schröder: „Ich glaube, es war ein sehr emotionaler Blick von außen auf das Ganze, wo jeder seine Meinung zum Thema hat.“ Es sei in der Vergangenheit viel über das Interne und das „Wieso und Weshalb“ gesprochen worden. „Für mich ist das erledigt“, so Schröder. (df)

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