Mainzer Klima-Kleber arbeitete für die Autoindustrie

In Mainz klebte sich Raúl Semmler so massiv an der Straße fest, dass er samt Beton an der Hand von der Straße geschnitten werden musste. Doch nun kommt heraus: Der Klima-Aktivist erhielt schon Geld von der Autoindustrie.

Mainzer Klima-Kleber arbeitete für die Autoindustrie

Früher stand Raúl Semmler als Schauspieler vor der Kamera (Ein Fall für zwei, Polizeiruf). Inzwischen aber sind die Kameras vor allem auf den Mannheimer gerichtet, wenn er sich als Aktivist der Umweltschutzbewegung „Letzte Generation“ auf deutschen Straßen festklebt. So auch vergangene Woche in Mainz.

Mit Sand und Kleber hatte Semmler auf der Alicenbrücke seine Hand so fest an die Fahrbahndecke geklebt, dass die Straße schließlich mit schwerem Gerät aufgebrochen werden musste, um seine Hand davon zu lösen. Die Bilder des Aktivisten mit einem Stück Asphalt an der Hand verbreiteten sich daraufhin in den sozialen Medien, zeitweise kursierten sogar Gerüchte, seine Hand müsse amputiert werden – eine Falschmeldung. Noch bevor Semmler von der Straße gelöst wurde, gab er Merkurist ein Interview:

Doch nicht nur als Schauspieler und Klimaaktivist trat Semmler schon in der Öffentlichkeit auf, sondern auch als professioneller Sprecher für Werbefilme. Außer Spots für das Finanzministerium in Nordrhein-Westfalen, Rewe oder Lidl sprach Semmler nach eigenen Angaben auch Werbe- beziehungsweise Erklärspots für den Volkswagenkonzern (SEAT) ein. Also für die Autoindustrie, mit der er sich gerade als Klima-Aktivist anlegt.

Doch was sagt der „Klima-Kleber“ selbst zu diesem Widerspruch? Gerne hätte Merkurist dazu mit Raúl Semmler gesprochen, doch eine Anfrage an ihn blieb bis zum Erscheinen des Artikels unbeantwortet.

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