Günstigste Stadt Deutschlands: Mainzer zahlen die wenigsten Nebenkosten

Von den 16 Landeshauptstädten hat Mainz die geringsten Nebenkosten

Günstigste Stadt Deutschlands: Mainzer zahlen die wenigsten Nebenkosten

Trinkwasser, Abfall, Grundsteuer: Die Preisunterschiede bei den Nebenkosten sind innerhalb Deutschlands enorm. Wie aus einer aktuellen Liste der Bund der Steuerzahler (BdSt) hervorgeht, zahlt man in Berlin im Durchschnitt jährlich 800 Euro mehr als in Mainz. Damit sind die Nebenkosten in der rheinland-pfälzischen Landeshauptstadt derzeit die günstigsten in ganz Deutschland.

In die Berechnung des BdSt sind sechs verschiedene Nebenkosten eingeflossen: Trink- und Abwasser sowie Niederschlagswasser, Abfallgebühren, Grundsteuer und Rundfunkbeitrag. Zugrunde gelegt wurde ein Drei-Personen-Haushalt in einem zweigeschossigen Einfamilienhaus mit 120 Quadratmetern Wohnfläche.

1492 Euro im Jahr für drei Personen

In Mainz zahlt dieser Musterhaushalt aktuell Nebenkosten in Höhe von 1492 Euro im Jahr. Zum Vergleich: In der teuersten Nebenkosten-Stadt Berlin betragen sie im Westteil durchschnittlich rund 2300 Euro, vor allem wegen der hohen Grundsteuer dort. Im Ostteil der Stadt übrigens liegen sie bei 1600 Euro.

Im Gegensatz zu vielen anderen Städten seien in Mainz die Kosten für Trinkwasser gleich geblieben, im Bundesdurchschnitt sind diese im vergangenen Jahr um etwa drei Prozent (6 Euro) gestiegen. Beim Abwasser hingegen sei Mainz um etwa 30 Euro teurer geworden. Mit 200 Euro sind die Preise jedoch immer noch um 100 Euro günstiger als im Bundesdurchschnitt. Ebenso bei den Abfallgebühren, die mit rund 200 Euro um 50 Euro niedriger sind als in anderen Städten.

Fast gleichauf mit Mainz liegen Schwerin und Erfurt. Hier zahlen die Einwohner ähnliche Preise für die Nebenkosten. Im Bundesdurchschnitt liegen die Trinkwasserpreise für den Drei-Personen-Musterhaushalt aktuell bei 376 Euro, Abwasser kostet 313 Euro pro Jahr, Abfallentsorgung 242 Euro. Die Grundsteuer beträgt 568 Euro (Mainz: 400 Euro, Hamburg: 1050 Euro).

Den kompletten Wohnnebenkosten-Vergleich des BdSt könnt ihr euch als PDF hier herunterladen.

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