Das sind die liebsten Fastnachtslieder der Mainzer

Die Merkurist-Leser haben abgestimmt: Diese sechs Lieder hören sie in den Fastnachtstagen am liebsten. Doch welcher Song ist auf Platz 1 gelandet?

Das sind die liebsten Fastnachtslieder der Mainzer

Noch rund eine Woche, dann beginnen die wichtigsten Tage im Mainzer Kalender: Altweiberfastnacht bis Aschermittwoch und mittendrin als Höhepunkt der Rosenmontagsumzug. Das bedeutet auch sechs Tage Dauerbeschallung. Doch welches Lied hören die Mainzer an den Fastnachtstagen am liebsten? Wir haben die Merkurist-Leser gefragt. Erst haben sie unter dem Snip ihre Favoriten genannt, dann haben wir sie in einer Umfrage abstimmen lassen. Das sind die Top 6-Fastnachtslieder:

Platz 6

Auf dem sechsten Platz in unserem Ranking landet mit 2,55 Prozent „Wähle 06131“ von Fastnachtslegende Margit Sponheimer. Wie jeder Mainzer weiß, bezieht sich der Songtitel auf die Telefonvorwahl der Stadt - „dann hast du Mainz an der Strippe“.

Platz 5

Ob in Gonsenheim, Altstadt oder Hartenberg-Münchfeld - eigentlich sind alle Mainzer Mädchen schön. In unsere Top 5 hat es aber nur das „Mombacher Mädche“ geschafft. Nick Benjamin von den Bohnebeitel empfiehlt mit der Melodie von „Somewhere over the rainbow“, ein Mädchen aus Mombach zu nehmen - und rät gleichzeitig von denen aus Hechtsheim und Weisenau ab. Ob das alle so sehen? Zumindest reicht es mit 4,38 Prozent in unserem Ranking zu Platz 5.

4. Meenz bleibt Meenz

Radababambam Meenz, na na na na na. Wer schon von „Live is life“, dem Original der österreichischen Band Opus, leicht genervt ist, wird auch an Thomas Negers Cover „Meenz bleibt Meenz“ keine allzu große Freude haben. Bei allen anderen wird sich der Ohrwurm direkt an der Altweiberfastnacht in den Gehörgängen festsetzen und irgendwann im Dezember verschwinden - bis er dann im Januar wiederkommt. 7,66 Prozent bedeuten in unserem Ranking Rang 4.

3. Heile, heile Gänsje

Fastnacht muss nicht immer ausgelassen und fröhlich sein. Hört man Ernst Negers „Heile, heile Gänsje“, ist einem eher zum Schluchzen zumute. Das Lied basiert auf einem Kinderreim aus dem 19. Jahrhundert und wurde 1929 von Martin Mundo für die Fastnacht verfasst. Berühmt wurde das Lied aber erst durch Negers Neuinterpretation mit einer zusätzlichen Strophe (geschrieben von Georg Zimmer-Emden):

Wär ich einmal der Herrgott heut,
Dann wüsste ich nur eins:
Ich nähm' in meine Arme weit
Mein arm', zertrümmert Mainz
Und streichelte es sanft und lind
Und sagt: „Hab nur Geduld.
Ich bau dich wieder auf geschwind,
Du warst ja gar nicht schuld.
Ich mach' Dich wieder wunderschön,
Du kannst, Du darfst nicht untergehen.

In einer Umfrage des SWR zu den „111 größten Fastnachtshits“ landete der Titel 2009 auf dem ersten Platz. Bei unseren Lesern reicht es mit 9,85 Prozent für Platz drei.

2. Am Rosenmontag bin ich geboren

Auch ein Klassiker der Mainzer Fastnacht: „Am Rosenmontag bin ich geboren“ wurde nach seiner Veröffentlichung 1969 zum geflügelten Wort und zu einem der großen Fastnachtshits in Deutschland. Mit 16,42 Prozent landet Margit Sponheimers Lied auf dem zweiten Platz unseres Rankings. Warum es nicht für die Pole Position gereicht hat? Vielleicht, weil die Aussage des Refrains nicht ganz der Realität entspricht. Margit Sponheimer wurde am 7. Februar 1943 geboren - der Rosenmontag fiel in diesem Jahr aber auf den 8. März.

1. Im Schatten des Doms

Nicht nur Jürgen Klopp ist von dem Lied begeistert (wir berichteten), auch für die Merkurist-Leser ist „Im Schatten des Doms“ die klare Nummer Eins. 49,27 Prozent der Befragten wählten den Song von Thomas Neger, Julia Mathes und Sandra Mathes auf den ersten Platz. In diesem Jahr erhält er ohnehin besondere Aufmerksamkeit: In einer Sonderedition der Zugplakette ertönt auf Knopfdruck der Refrain des Songs. Wer sich aber ab Donnerstag auf den Mainzer Tanzflächen nicht blamieren will, sollte schon mehr als den Refrain können. Hier eine kleine Hilfe:

Fast in die Top 3 hätte es übrigens die Antwort „Keines der hier genannten“ (8,03 %) geschafft. So wurde beispielsweise Ernst Negers „Humba Täterä“ nicht in die Top 6 gevotet. Das könnte daran liegen, dass viele Neumainzer das Lied eher mit Fußball als mit Fastnacht verbinden.

Außerdem sind die Mainzer ein gastfreundliches Völkchen und lassen auch Lieder von außerhalb in ihren Kneipen zu:

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