Neues Pop-up-Restaurant im „Me and all“-Hotel

In Zeiten von Corona in einem Restaurant mit vielen Menschen gemeinsam essen? Das kommt angesichts der steigenden Infektionszahlen für viele nicht in Frage. Das „Me and all“-Hotel in Mainz hat daher ein neues Konzept gestartet.

Neues Pop-up-Restaurant im „Me and all“-Hotel

Die Tage werden kälter, der Alltag verlagert sich nach innen - gerade in der Corona-Pandemie ist das für viele ein Problem. So auch in der Gastronomie, wo sich möglicherweise einige überlegen, ob sie wirklich in einem Innenraum gemeinsam essen sollten. Das „Me and all“-Hotel in Mainz bietet daher jetzt eine Alternative an. Zusammen mit Manuel Kubitza vom Mainzer Gastro-Unternehmen „Essen für uns“ eröffnet das Hotel in seiner Lounge jetzt die erste „Ramen Kitchen“. Der Clou: Einzelne Hotelzimmer können als „Dining Room“ reserviert werden, in denen die Gäste dann ein Menü bekommen können.

„Wir haben uns nicht nur für das Menü von der japanischen Küche inspirieren lassen, sondern auch von der Art und Weise, wie gegessen wird“, erklärt Kubitza. So könne man sich die einzelnen Hotelzimmer, in denen zwei bis sechs Personen sitzen und essen können wie ein Separée vorstellen. „Nur, dass es in Japan mit Schiebetüren aus dünnem Papier und Holz abgetrennt ist.“ Für das neue Konzept wurden zehn Zimmer im ersten Stock des Hotels freigeräumt. Die Betten flogen raus, die Räume wurden entsprechend dekoriert. Darüber hinaus kann man auf einer Anlage seine eigene Musik abspielen. „Das Ganze ist total corona-konform, weil sich die Gäste die ganze Zeit in ihrem eigenen Raum mit einem eigenen WC aufhalten können“, sagt Kubitza.

Mit seinem Gastro-Unternehmen hat sich Kubitza eigentlich auf Catering spezialisiert. Anfang des Jahres hatte er die Küche des „Me and all“-Hotels übernommen, bot Speisen aus der israelischen Küche an. „Das kam richtig gut an. Hier entstand auch die Idee, dass die Köche zu den Gästen rauskommen und das Essen präsentieren. Das wollen wir auch bei der ‘Ramen Kitchen’ beibehalten. Es ist für uns auch eine kleine Spielwiese, auf der wir uns noch mehr ausprobieren wollen.“ Für ihn sei dieses neue Konzept eine gute Alternative für den Herbst und Winter. „Wir wollen jetzt noch einmal richtig Gas geben.“

Menü mit kleinen Speisen und Ramen

Serviert werden im Menü der „Ramen Kitchen“ verschiedene kleine Speisen - und natürlich Ramen. Diese besteht aus einer kräftigen Brühe, Nudeln, verschiedenen Einlagen wie etwa Gemüse, Fleisch oder Fisch und Toppings, wie zum Beispiel „Wagyu Beef à la shabu shabu style“. Letzteres wird dünn aufgeschnitten dazu gereicht und durch die Ramen gezogen. Zusätzlich gibt es bei dem Menü drei Vorspeisen, darunter zum Beispiel Edamame (Soja-Bohnen) und Gyoza (Teigtaschen, die mit Fleisch oder Pilzen gefüllt sind). Als Dessert gibt es einen Matcha-Cheesecake mit Eis aus der Mainzer „N’Eis“-Manufaktur.

Wer außer Wasser, das im Preis von 34,50 Euro pro Person inbegriffen ist, noch etwas anderes trinken möchte, kann über einen QR-Code und die dazugehörige Web-App Getränke von lokalen Herstellern bestellen. Auch das Dessert und die Rechnung können darüber angefordert werden, die Bezahlung erfolgt kontaktlos. „Wir wollen das Ganze so privat wie möglich halten und nicht alle fünf Minuten jemanden zu den Gästen schicken. Die Tür muss aus Brandschutzgründen allerdings immer einen Spalt geöffnet bleiben“, erklärt Kubitza. „Trotzdem sollen sich die Gäste wie zu Hause fühlen.“

Dienstags bis samstags ist die „Ramen Kitchen“ im „Me and all“-Hotel von 18 bis 21 Uhr geöffnet. Wer in einem der Hotelzimmer (aktuell zwei bis fünf Personen) essen möchte, muss dieses 24 Stunden im Voraus per Mail an booking.mainz@meandallhotels.com reservieren. Das Ramen-Menü kostet 34,50 Euro inklusive Dessert und Wasser. Vegetarische oder vegane Varianten gibt es auf Anfrage. (mo/pk)

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