ADAC-Test: Radwege in Mainz sind „mangelhaft“

Testrouten in Mainz teilweise sogar „sehr mangelhaft“

ADAC-Test: Radwege in Mainz sind „mangelhaft“

Die Radwege in Mainz sind nur „mangelhaft“. Das zumindest ergibt der aktuelle Radwegetest des Allgemeinen Deutschen Automobil-Clubs (ADAC).

Untersucht hatte der ADAC nach eigenen Angaben 120 Routen in zehn deutschen Großstädten. Als Maßstab dienten die geltenden Standards für Regel- und Mindestbreiten, die in den „Empfehlungen für Radverkehrsanlagen“ (ERA 2010) festgelegt sind. Nach den Empfehlungen sollen zum Beispiel Radwege, die nur in einer Richtung befahren werden dürfen, mindestens 1,60 Meter breit sein, im Regelfall zwei Meter.

In Mainz hatte der ADAC zehn Testrouten untersucht. Zwei von ihnen wurden mit „gut“ bewertet, eine mit der Note „ausreichend“. Fünf Routen wurden mit „mangelhaft“ bewertet, zwei sogar mit „sehr mangelhaft“. Auch in Hannover, Dresden und Stuttgart fanden Stichproben des ADAC statt. Am besten schnitt im Vergleich Kiel ab. Die Landeshauptstadt von Schleswig-Holstein erhielt die Note „gut“. Auch Wiesbaden wurde vom ADAC getestet: Hessens Hauptstadt wurde immerhin mit „ausreichend“ bewertet.

Insgesamt kommt der Radwegetest zu einem ernüchternden Ergebnis: Jeder dritte Radweg in deutschen Städten ist zu schmal und erfüllt nicht einmal die Mindeststandards. „Die Regelbreiten erreichte oder überschritt sogar nur jeder fünfte Radweg“, so der ADAC. „Daher sollte nach Ansicht des ADAC beim Bau neuer Radwege auf die Einhaltung der Regelbreiten geachtet werden und die Mindestbreite nur eine Ausnahme sein“, so ADAC-Verkehrspräsident Gerhard Hillebrand. Für viel genutzte Radwege sollten bei der Planung außerdem Breitenzuschläge eingerechnet werden, um etwa sicheres Überholen auch breiterer oder unterschiedlich schneller Fahrzeuge zu ermöglichen.

Die Ergebnisse des ADAC-Radwegetests für Mainz findet Ihr hier. (df)

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