Was tut die Stadt gegen illegales Befahren von Gehwegen?

Immer mehr Radfahrer nutzen Gehwege, die eigentlich nur für Fußgänger gedacht sind - so zumindest ist der Eindruck einiger Merkurist-Leser. Doch was kann die Stadt dagegen tun?

Was tut die Stadt gegen illegales Befahren von Gehwegen?

Autofahrer, Radfahrer, Fußgänger: Auf den Straßen in und um Mainz ist jeden Tag viel los. Da bleibt nicht aus, dass man sich in die Quere kommt. Nun ist Merkurist-Leser Teo allerdings etwas aufgefallen: Immer mehr Radfahrer scheinen auf Gehwegen zu fahren. Besonders in der Gärtnergasse, Großen Langgasse, am Schillerplatz, in der Bahnhofstraße und in der Rheinallee sei das der Fall. In seinem Snip fragt er daher: „Wie kann die Stadt dem entgegenwirken?“

Das Radfahren auf Gehwegen ist generell nicht gestattet, erklärt Stadtsprecher Ralf Peterhanwahr. „Ausnahmen gelten lediglich für Kinder unter zehn Jahren, sowie für Erwachsene, die diese Kinder begleiten.“ Manche Fußwege seien von dem generellen Verbot ausgenommen - wenn sie mit der Zusatzbeschilderung „Radfahrer frei“ gekennzeichnet seien. „Dort dürfen Radfahrer mit Schrittgeschwindigkeit fahren, müssen aber bei zu dichtem Fußgängerverkehr absteigen.“ Dies ist zum Beispiel an der Ludwigsstraße, am Schillerplatz, rund um die Römerpassage sowie in der Bahnhofstraße der Fall.

Eine akute Zunahme des illegalen Befahrens von Gehwegen durch Radfahrer habe die Verwaltung bislang aber nicht beobachtet, so Peterhanwahr. Die städtische Verkehrsüberwachung kontrolliere solche Verstöße. „Künftig werden diese auch durch die neue Radstaffel der Verkehrsüberwachung geahndet werden.“ Wer erwischt wird, muss laut Bußgeldkatalog mit einer Geldstrafe ab 55 Euro rechnen. Passiert dabei ein Unfall, können 100 Euro fällig werden.

Die Bedingungen für Fußgänger sollen sich in der Stadt aber weiter verbessern. „Bei allen aktuellen Umbauprojekten wird mehr Platz für Fußgänger geschaffen, zum Beispiel in der Bahnhofstraße, der Großen Langgasse, der Boppstraße oder aktuell am Münsterplatz“, berichtet Stadtsprecher Peterhanwahr. Doch auch die Radinfrastruktur sei deutlich ausgebaut worden. „Allein in diesem Frühjahr wurden mehr als zwei Kilometer neue Radfahr- und Schutzstreifen eingerichtet.“ Unter anderem sollen die neuen Schutzstreifen in der Gärtnergasse eine schnelle Alternative zur Bahnhofstraße bieten und so auch den dortigen Gehweg entlasten. (pk)

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