Kommt das Velodukt? Das sagt die Stadt Mainz

Umweltdezernentin sieht „gutes Signal“

Kommt das Velodukt? Das sagt die Stadt Mainz

Über diese Idee wird seit Wochen in Mainz gesprochen: Der Architekt Axel Efferth und der Journalist Philipp Müller haben mit dem „Velodukt“ einen Radschnellweg über das Zahlbachtal vorgeschlagen, der optisch an das frühere römische Aquädukt erinnern soll. Die 700 Meter lange und 25 Meter hohe Brücke könnte ein neues Wahrzeichen für Mainz werden. Der Radschnellweg soll die Wissenschafts-Hotspots Universität, Uniklinik, Fachhochschule und Biontech miteinander verbinden. Auf einer zweiten Ebene sollen Fußgänger Platz haben (wir berichteten).

Doch wie realistisch ist die Umsetzung des Plans? Efferth und Müller sehen keine „K.O.-Kriterien“ für das Projekt, sehen aber auch, dass es noch ganz am Anfang steht. „Wir haben erst einmal nur eine Diskussionsgrundlage geschaffen“, sagte Müller. Bei einem so großen Projekt müssten am Ende viele Behörden mitreden, auch die Denkmalpflege oder die Landesarchäologie. „Es geht nicht darum, sofort zu bauen. Die entscheidende Frage ist erst einmal: Will Mainz das überhaupt?“

„Gutes Signal im Sinne der Förderung des Fuß- und Radverkehrs“

Und will es die Stadtverwaltung? Das will die Stadtratsfraktion der SPD in einer Anfrage genauer wissen. „Wie bewertet die Verwaltung die Idee des Velodukts?“, heißt es darin und „welcher Realisierungszeitraum wäre für ein solches Großprojekt im Falle einer abschließend positiven Bewertung durch die Verwaltung denkbar?“.

Umweltdezernentin Janina Steinkrüger (Grüne) äußert sich in der Antwort noch vorsichtig. „Bei der Planung handelt es sich um eine rein private Initiative. Die Idee wurde dem Stadtplanungsamt Ende September 2022 vorgestellt“, so die Antwort. „Den Initiatoren wurde seitens des Stadtplanungsamtes angeboten, in ihrem Namen bei den betroffenen Fachbereichen Stellungnahmen einzuholen. Die Abfrage läuft aktuell.“

Eine Einschätzung zu der „sehr ambitionierten Maßnahme“ sei erst möglich, wenn die Stellungnahmen vorlägen. Aber: „Grundsätzlich greift dieser Ansatz ein gutes Signal im Sinne der Förderung des Fuß- und Radverkehrs auf. Die Vision, Verkehrsanlagen für Rad und Fuß über die sogenannte Nullebene im Bestand hinaus zu denken, setzt ein Zeichen für zukunftsfähige Mobilität.“

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