„Wer wird Millionär?“: Unglückliches Aus für Kreuznacher Kandidatin

Am Ende nahm Sigrid Karnath ihr plötzliches Aus mit Humor. Die Bad Kreuznacherin scheiterte in der RTL-Quizshow „Wer wird Millionär?“ zwar früh, bei Moderator Günther Jauch und dem Studiopublikum sorgte sie aufgrund ihres Berufs aber für Heiterkeit.

„Wer wird Millionär?“: Unglückliches Aus für Kreuznacher Kandidatin

„Beruf: Clownin! Das habe ich noch nie gehört“, sagte Moderator Günther Jauch, als er Kandidatin Sigrid Karnath aus Bad Kreuznach am Montagabend vorstellte. Und auch das Studiopublikum bei „Wer wird Millionär?“ konnte sich ein Lachen nicht verkneifen. Letztlich endete Karnaths Auftritt in der RTL-Show fast schon etwas tragisch. Sogar Jauch tat die Clownin leid.

Kurzes Gastspiel

Bevor es zu dem unglücklichen Aus der Bad Kreuznacherin kam, wollte Jauch unbedingt mehr zu Karnaths Tätigkeit als Clownin wissen: „Ist das denn ein Lehrberuf?“ Karnath erklärte dann, dass Clownin inzwischen durchaus ein Beruf sei. Als sie 1986 angefangen habe, habe es noch keine Clownschulen gegeben. „Dann habe ich später selbst eine gegründet.“ Das „ClownWerk - Institut für Clownpädagogik“ befindet sich in der Oranienstraße in Bad Kreuznach.

Ihren Beruf liebe sie, wie Karnath Moderator Jauch erzählt. „Ich trete regelmäßig mit viel Spaß und Freude als Clown auf.“ Davon leben könne sie durchaus. Wie Karnath in der Show sagt, veranstalte sie viele Seminare, bilde Clowns aus und habe einige Gastspiele. Ihr anschließendes Gastspiel in der Quizshow war dann allerdings nur von kurzer Dauer. Zwar absolvierte sie die ersten Fragen bis zur Gewinnstufe von 4000 Euro relativ souverän, doch dann endete der Auftritt unglücklich.

„Wie blöd ist das denn?!“

Das plötzliche Aus kam bei dieser Frage: „Welche Gemeinsamkeit verband die USA und Nordkorea schon vor dem historischen Gipfeltreffen von Trump und Kim?“ Antwort A: Jahr der Staatsgründung, B: Bevölkerungsdichte, C: Farben der Flagge oder D: Vorname der „First Lady“. Da sich Karnath unsicher war, entschied sie sich für den 50/50-Joker. Danach blieben noch die Antwortmöglichkeiten A und C übrig. „Ich tendiere zum Zocken“, erklärte die Kreuznacherin. Dann zog sie doch kurz in Erwägung, einen Experten aus dem Publikum zu befragen. Letztlich verzichtete sie jedoch darauf und entschied sich für „das Jahr der Staatsgründung“. Richtig wäre aber Antwort C, „Farben der Flagge“, gewesen.

Als die Antwort eingeloggt war und Moderator Jauch sein Gesicht verzog, fiel Karnath plötzlich auf, dass sie die Frage falsch verstanden hatte. Da war die Kreuznacherin aber schon ausgeschieden und auf 500 Euro abgestürzt. „Wie blöd ist das denn?!“, war ihre Reaktion. Auch Jauch bedauerte den „Verständnisfehler“: „Mei, das tut mir jetzt so leid“, sagte der Moderator. Für die Kreuznacherin blieb letztlich nur die Erkenntnis: „Das ist klar formuliert, aber das Hirn setzt dann doch aus.“ Das Publikum und Jauch verabschiedeten die Kreuznacherin schließlich mit großem Bedauern und viel Applaus.

Reaktion nach der Sendung

Sigrid Karnath hat nach der Ausstrahlung mit Merkurist über ihren Auftritt gesprochen: „Ich habe auf jeden Fall ein paar Tage gebraucht. Der eigentliche Ärger-Moment kam dann erst am nächsten Tag.“ Sie habe selbst schon mehr als 1000-mal auf der Bühne gestanden, aufgeregt gewesen sei sie aber trotzdem. „Innerlich hat es in mir gebrodelt. Aber ich war überrascht zu sehen, wie gut ich meine innere Aufregung überspielen konnte“, erzählt die Clownin. Die Erinnerung an ihre Teilnahme sei aber im Nachhinein sehr lückenhaft: „Ich konnte mich gar nicht mehr richtig erinnern, ob ich bei der 4000-Euro- oder der 8000-Euro-Hürde rausgeflogen bin.“

Doch auch wenn der Abend nicht ganz so verlief wie geplant, sie freut sich dennoch über ihre Teilnahme bei „Wer wird Millionär?“. „Ich bin trotzdem froh, es war immerhin eine gute Erfahrung für mich“, erzählt Sigrid. Bei der Sendung hatte die Bad Kreuznacherin sich übrigens selbst angemeldet: „Man sitzt ja so vor dem Fernsehen und denkt sich ja, das hätte ich jetzt auch gewusst. Also habe ich mich online für die Sendung beworben.“ (df)

Das könnte Euch auch interessieren:

Logo