„Wer wird Millionär?“: Jauch lacht über Namen von Mainzer Kandidaten

Erst wurde er auf kuriose Weise von seinem Telefonjoker im Stich gelassen, dann amüsierte sich Moderator Günther Jauch über seinen Namen. Dennoch war es für Horst Martinez aus Mainz ein erfolgreicher Auftritt in der RTL-Quizshow „Wer wird Millionär?“

„Wer wird Millionär?“: Jauch lacht über Namen von Mainzer Kandidaten

Am Ende gewann er 16.000 Euro - davor sorgte der Mainzer Horst Martinez mit seinen Geschichten in der RTL-Show „Wer wird Millionär?“ für einige Lacher. Auch Günther Jauch war von dem 25-jährigen Mainzer Bankberater mit kolumbianischen Wurzeln begeistert. Besonders amüsant an Martinez fand der Moderator die Kombination aus Vor- und Nachnamen. Für einen lustigen Moment sorgte allerdings auch Martinez’ Telefonjoker, der dem Mainzer letztlich keine Hilfe war.

Skurriler Moment

Zu Beginn der Show brauchte Martinez jedoch keine Hilfe. Souverän beantwortete der gebürtige Mainzer die ersten Quizfragen. Eine private Frage von Günther Jauch, die den Moderator selbst brennend interessierte, brachte dann das Publikum im Studio zum Lachen: „Wie kann man - mit dem herrlichen kolumbianischen Namen Martinez - Horst heißen?“ Darauf erklärte der 25-Jährige, dass seine Eltern in den 90er-Jahren nach Mainz gekommen seien und in ihrer ersten Zeit von einem Mann unterstützt wurden, der Horst hieß. Aus Dankbarkeit hätten seine Eltern ihn dann Horst genannt, sagt Martinez. Jauch zeigte sich daraufhin beeindruckt, witzelte aber dennoch. „Das ist ein wunderbares Zeichen, aber ausbaden müssen Sie das ein Leben lang.“

Dann fragte Jauch ihn, wie er mit seinem Vornamen zurechtkomme. Martinez gab zu, dass er in diesem Zusammenhang „super skurrile Momente“ erlebt habe. So habe er einmal in einer Mainzer Bar ein nettes Mädchen kennengelernt und sich gut mit ihr verstanden. „Als sie mich dann nach meinem Namen gefragt hat, habe ich ehrlich ‘Horst’ gesagt.“ Daraufhin habe das Mädchen nur mit dem Satz „Warum müssen alle Männer lügen?“ reagiert und sei weggegangen.

Telefonjoker verstummt

Martinez konzentrierte sich auf die nächsten Fragen. Dabei musste der 25-Jährige nun aber stets auf einen Joker zugreifen. Nach dem Einsatz des 50/50- und des Publikum-Jokers sowie der Hilfe eines Experten aus dem Publikum war Martinez schließlich bei der 32.000-Euro-Frage angekommen. Dafür wollte Jauch von ihm wissen: „Da sie für die meisten Hörer ‘überflüssig’ geworden seien, verzichtet der Deutschlandfunk seit Februar auf…? A: Staumeldungen, B: Wetterberichte, C: Werbeunterbrechungen, D: alle Songs von Bushido.“ Da sich Martinez nicht sicher war, griff er auf den Telefon-Joker, seinen Freund Michael, zurück. Was dann folgte, zählt sicherlich zu den kuriosen Ereignissen in der Geschichte der Show.

Nachdem Jauch Joker Michael angerufen hatte, las Martinez seinem Freund nochmals die Frage vor, anschließend wiederholte er stichpunktartig die entscheidenden Passagen. Mittlerweile war allerdings die Zeit zur Beantwortung der Frage, ohne dass Michael etwas gesagt hatte, schon so weit abgelaufen, dass Martinez seinem Joker etwas verzweifelt die letzten Sekunden herunterzählte. Eine Antwort bekam er aber nicht mehr, da der Anruf beendet war. Daraufhin stieg Martinez aus, was ihm letztlich auch seinen Gewinn von 16.000 Euro sicherte. Denn der Mainzer hätte sich für „alle Songs von Bushido“ entschieden. Richtig wäre aber Antwort A, Staumeldungen, gewesen.

Warum der Telefonjoker nicht antwortete

Mit dem Gewinn will Martinez nun unter anderem seine Mutter bei der Finanzierung einer kleinen Wohnung in Spanien unterstützen. Doch was war eigentlich mit Martinez’ Telefonjoker los? Noch in der Show meinte Moderator Jauch: „Ich hoffe, er lebt noch.“ Und das tut er auch. Wie Martinez’ Schwester Paola auf Anfrage von Merkurist sagt, „saß Joker Michael im Auto“, als Jauch anrief.

Mit dem Auftritt ihres Bruders in der Quizshow sei sie insgesamt sehr zufrieden, so Paola. Bisher habe es auch nur positive Reaktionen gegeben. Außer der Unterstützung seiner Mutter, wolle ihr Bruder mit dem erspielten Geld nun auch sein Bafög zurückzahlen. (df)

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