Der Mainzer Verein Schwuguntia hat dem Stadthistorischen Museum auf der Zitadelle verschiedene Objekte aus über 30 Jahren Christopher Street Day-Geschichte als Dauerleihgabe übergeben. Wie der Verein mitteilt, folgte er damit einem Aufruf des Museums, Objekte der queeren Stadtgeschichte zur Verfügung zu stellen.
Unter den Exponaten befinden sich alte Vereinsshirts, Veranstaltungsplakate, Flyer für Tanzkurse und Stadtmagazine. „Wir freuen uns, unseren Teil zur Geschichtsdokumentation beizutragen“, so Nathalie Schambach von Schwuguntia. „Beim Sichten der Objekte und Dokumente wird deutlich, wie viel Engagement über Jahrzehnte zusammenkam und unsere Stadtgesellschaft mitgeprägt hat. Viele von uns waren früher in der Aidshilfe, im Asta oder bei Schlau Mainz aktiv und haben maßgeblich mit aufgebaut, was wir heute an queeren Anlaufstellen in der Stadt haben.“
Ausstellung zu queerer Geschichte geplant
Die übergebenen Stücke sollen perspektivisch in einer Ausstellung über lesbisches, schwules und transidentes Leben in Alltag, Politik und Freizeit in Mainz gezeigt werden. Bis es so weit ist, wird es laut Mitteilung aber noch etwas dauern. Das Stadthistorische Museum ist weiterhin auf der Suche nach Leihgaben oder Schenkungen aus der queeren Zeitgeschichte der Stadt.
Der Verein Schwuguntia organisiert seit über 30 Jahren ehrenamtlich die „Sommerschwüle“, den Mainzer Christopher Street Day (CSD). Aus dem Engagement der ersten Jahre ging unter anderem das queere Zentrum, die Bar jeder Sicht, hervor. Bereits zuvor hatte der Verein historische Dokumente an das Mainzer Stadtarchiv übergeben.