Großprojekt Zollhafen: Was ihr jetzt wissen müsst

Seit Jahren wird am Zollhafen gebaut. Stück für Stück entsteht das neue Quartier direkt am Rheinufer. Wie weit sind die Bauarbeiten?

Großprojekt Zollhafen: Was ihr jetzt wissen müsst

Erst kürzlich hat ein neues Restaurant im Zollhafen eröffnet, noch in diesem Jahr will ein weiteres einziehen (wir berichteten) – das Viertel wird also immer belebter. Auch baulich tut sich einiges in dem neuen Quartier, das künftig Platz für 2500 Bewohner und 4000 Arbeitsplätze bieten soll.

Drei Grundstücke noch nicht verkauft

Zuletzt verkauft wurde das Grundstück Rheinwiesen I direkt am Imbiss „Zum Schorsch“. Dort ist ein gewerblicher Nutzungsmix mit Gastronomie geplant. Damit stehen nur noch drei der insgesamt 28 Grundstücke am Zollhafen zum Verkauf – die beiden Wiesen direkt am Rhein sowie das Grundstück „Hafenblick II“, wo direkt auf der Nordmole Wohnungen entstehen sollen.

Während viele Projekte, wie beispielsweise die Quartiersgarage, der Kaufmannshof und ein Teil des ZigZags bereits fertiggestellt und bezogen sind, wird an anderer Stelle noch geplant und gebaut. Die Wohnhäuser Fischerhof, Lotsenhof und Fösserhof an den Grachten befinden sich aktuell ebenso noch im Bau wie ein Teil der Wohnhäuser an der Rheinallee. Die Zollhafen GmbH gestaltet außerdem gerade den „Clarissa-Kupferberg-Platz“ zwischen Kunsthalle, DOXX und Dock1. Bis 2024 will das Unternehmen zudem das Grünufer an der Nordmole entwickeln.

Die Arbeiten im Quartier laufen aktuell nach Plan, sagt Peter Zantopp-Goldmann von der zuständigen Zollhafen Mainz GmbH & Co. KG auf Merkurist-Anfrage. Wann genau das letzte Bauprojekt abgeschlossen sein wird, hänge von den Investoren ab. „Die letzte Baustelle ist die abschließende Freiraumgestaltung der öffentlichen Räume“, so Zantopp-Goldmann. „Wann dies sein kann hängt vom Baufortschritt der Hochbauten ab, auf den wir als Zollhafengesellschaft keinen Einfluss haben.“

Heilige Makrele feiert Erfolge

Ein davon unabhängiges Projekt im Zollhafen wird ebenfalls weiterhin geplant. Das Naturschwimmbad „Heilige Makrele“, das der Mainzer Diplom-Ingenieur Alexander Kiefer im Zollhafenbecken errichten lassen will, feierte kürzlich einen Erfolg. Der Ortsbeirat der Neustadt hat dafür gestimmt, die Planungen zu unterstützen (wir berichteten). Der Beirat soll nun die Stadt Mainz und entsprechende Gesellschaften auffordern, die weiteren Planungen für das Hafenbad ebenfalls „wohlwollend zu begleiten und zu unterstützen“, hieß es vom Team der Heiligen Makrele. Alexander Kiefers Traum vom Schwimmbad ohne Chlor rückt also wieder etwas näher.

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