Geplantes Großevent in Mainz: Muss es jetzt doch abgesagt werden?

Nachdem im Mainzer Volkspark ein großes Event angekündigt wurde, gibt es plötzlich Einwände von Seiten der Stadtverwaltung: Sie hätten bei ihrer Zusage den Zulauf unterschätzt. Nun werde geprüft, ob die Veranstaltung überhaupt stattfinden kann.

Geplantes Großevent in Mainz: Muss es jetzt doch abgesagt werden?

Dieser Tik-Tok-Trend geht aktuell in ganz Deutschland viral: Auf großen Plätzen treffen sich Hunderte junger Menschen, um gemeinsam „Pudding mit Gabel“ zu essen – aus Spaß und um einen gemeinsamen Treffpunkt zu schaffen. Auch in Mainz war am Wochenende ein solches Event geplant. Nun droht der Veranstaltung doch die Absage.

Die Organisatoren hatten zunächst bei der Stadt Mainz angefragt und um eine Genehmigung der Veranstaltung gebeten, wie sie auf ihrer Tik-Tok-Seite „Pudding mit Gabel essen Mainz“ erklärten. Kurz darauf meldete das Ordnungsamt zurück: Es bedürfe keiner Anmeldung „und demnach keiner Erlaubnis“. Solange andere Park-Besucher nicht gestört und der Müll wieder mitgenommen werde, sei „alles in Ordnung“. Den Brief veröffentlichten die Veranstalter ebenso auf ihrer Seite.

Anschließend kündigten die Veranstalter auf der Seite an: „Pudding mit Gabel essen Mainz“ wird am Sonntag, 5. Oktober, um 16 Uhr im Mainzer Volkspark stattfinden. Mitbringen solle man eine Gabel und einen Pudding sowie eine Decke und eventuell Musik. Der Post hat aktuell rund 2500 Likes (Stand Dienstagmittag).

Nicht mit so vielen möglichen Teilnehmern gerechnet

Nach einem Artikel, den Merkurist auf einen Snip am Dienstagmorgen zu dem Thema veröffentlichte, meldete sich nun ein Mitarbeiter der Pressestelle in der Redaktion: Anders als ursprünglich angegeben, bedürfe es nun doch einer Genehmigung der Stadt für das Event.

„Wir haben nicht mit so vielen möglichen Teilnehmern gerechnet, und sind stattdessen von einer kleinen Gruppe Menschen ausgegangen“, so der Sprecher weiter. Unter diesen Umständen sei keine Genehmigung notwendig gewesen. Sollten nun tatsächlich Hunderte von Menschen zusammenkommen und dazu ein DJ auftreten, wie es geplant ist, müsse man zunächst prüfen, ob die Veranstaltung so genehmigt werden könne. Die Stadt wolle sich dazu am Mittwoch äußern.

Tatsächlich hatten sich die Organisatoren das Ziel gesetzt, die Teilnehmerzahl von Köln zu toppen. Hier waren 500 bis 800 Personen zum gemeinsamen Puddingessen zusammengekommen.