Versuchter Mord in Mainzer Arztpraxis: 30-Jährige vor Gericht

Frau sticht mindestens fünfzehnmal auf ihre Kollegin ein

Versuchter Mord in Mainzer Arztpraxis: 30-Jährige vor Gericht

Eine 30-jährige Frau steht ab Donnerstag in Mainz vor Gericht. Ihr wird vorgeworfen, dass sie eine Kollegin (50) mit einem Messer hatte umbringen wollen. Sie ist nun wegen versuchten Mordes angeklagt.

Laut Anklage hat die 30-Jährige im April ihre Kollegin mit einem Messer angegriffen, als sie gemeinsam Dienst in einer Arztpraxis hatten. In einer Umkleidekabine soll die 30-Jährige die andere Frau zunächst an den Haaren gezogen und dann mit einem Messer auf ihren Hals eingestochen haben. Weitere Messerstiche zielten auf Gesicht, Oberkörper, Hals und Arme. Insgesamt hat sie wohl fünfzehnmal auf ihre Kollegin eingestochen. Mindestens sechs Schnittverletzungen hat ihr Opfer davongetragen, die an der Uniklinik Mainz operiert werden mussten.

Die mutmaßliche Täterin konnte später auf einem Bahnsteig am Mainzer Hauptbahnhof festgenommen und ihre Tatwaffe sichergestellt werden (wir berichteten).

Die Beschuldigte gibt an, die Tat wegen eines „Befehls“ begangen zu haben. Diesen habe sie aufgrund ihrer psychotischen Erkrankung empfangen, so das Mainzer Landgericht. Daher lautet die Anklage „versuchter Mord und gefährliche Körperverletzung im Zustand der Schuldunfähigkeit“.