Vater verschanzt sich in Mainz mit Baby im Keller und droht mit Messer

Ein 57-jähriger Mann soll sein eigenes Baby als Geisel genommen und der Polizei mit einem Messer gedroht haben. Nun muss er sich in Mainz vor Gericht verantworten.

Vater verschanzt sich in Mainz mit Baby im Keller und droht mit Messer

Wegen Geiselnahme, Körperverletzung und Kindesentziehung steht ein 57-jähriger Mann nun vor dem Landgericht Mainz. Er soll sich mit seinem Baby in einem Keller verschanzt und dann mit einem Messer gedroht haben.

Laut Staatsanwaltschaft soll der Angeklagte im März 2026 seine ehemalige Lebensgefährtin und den gemeinsamen sechs Monate alten Sohn kurz vor seiner Wohnung in Mainz abgepasst haben. Damit habe er Kontakt zum Kind erzwingen wollen, den er zuvor gefordert hatte.

Als die Mutter ihm erlaubte, das Kind auf den Arm zu nehmen, soll der Mann mit dem Baby in den Keller des Mehrfamilienhauses gelaufen und sich dort verschanzt haben. Mit einem Messer habe er dann am Kellerfenster herumgefuchtelt und Drohungen gegenüber den Polizisten ausgesprochen.

Schließlich konnten die Einsatzkräfte den Mann überreden, aufzugeben. Das Kind erlitt durch den Umgang mit dem Messer unter anderem einen Kratzer am Arm, heißt es in der Anklage weiter.

Der Prozess beginnt am 14. Oktober. Es sind mehrere Fortsetzungstermine bis Ende November angesetzt.