32-Jähriger wegen Mordes an heimlicher Geliebten vor Mainzer Landgericht

Wegen Mordes und versuchtem Schwangerschaftsabbruch steht ein Mann aus dem Kreis Alzey-Worms nun vor Gericht. Der Prozess dauert mehrere Tage.

32-Jähriger wegen Mordes an heimlicher Geliebten vor Mainzer Landgericht

Weil er seine heimliche Geliebte ermordet und damit auch eine angebliche Schwangerschaft abgebrochen haben soll, steht ab Donnerstag ein 32-Jähriger vor dem Mainzer Landgericht. Die Anklage lautet Mord.

Im Juni 2021 hatte man die Leiche einer 38-jährigen Frau in einem Feld entdeckt, aufgefunden wurde sie wohl von einer Person aus ihrem privaten Umfeld. Wie sich später herausstellte, wurde sie entweder mit den Händen oder dem Unterarm so lange gewürgt, bis die Verletzungen zu Atemnot und ihrem Tod geführt haben.

Der Verdächtige ist ein damals 31-jähriger, verheirateter Mann, der mit der Frau eine Affäre gehabt haben soll. Wie der Anklageschrift zu entnehmen ist, soll die Frau dem Mann gegenüber behauptet haben, von ihm schwanger zu sein. Zuvor habe dieser den Kontakt zu ihr abgebrochen. Daraufhin soll der Angeklagte ihr vorgetäuscht haben, sich eine Zukunft mit ihr vorzustellen, sofern sie das Kind abtreiben würde. Sie habe einen Abbruch vorgetäuscht, er jedoch habe sie weiterhin ignoriert.

Nachdem sie eine erneute Schwangerschaft vorgetäuscht habe, soll der Mann Unterhaltsforderungen und – auch angesichts einer zweiten Geliebten – um die Zukunft seiner Ehe gefürchtet haben. Er verabredete sich mit der Frau am 18. Juni auf einem Feld zwischen Flomborn und Stetten im Kreis Alzey-Worms. Dort soll er dann die 38-Jährige getötet haben, auch, um die angebliche Schwangerschaft zu beenden.

Der Prozess vor dem Schwurgericht der ersten Strafkammer beginnt am 3. Februar und wird in neun Folgeterminen fortgesetzt. Vorbestraft ist der Mann bislang nicht.

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