Die Alternative für Deutschland (AfD) hat eine geplante Wahlkampfveranstaltung im Bürgerhaus Mainz-Lerchenberg anscheinend abgesagt. Das berichtet die Allgemeine Zeitung. Das Treffen war für Freitagabend angesetzt gewesen.
Als Grund für die Absage habe die AfD zusätzliche Sicherheitsauflagen genannt, die mit „erheblichen Kosten“ verbunden gewesen wären. Diese seien aufgrund von zwei angemeldeten Gegendemonstrationen mit insgesamt bis zu 750 Teilnehmern von der Mainzer Bürgerhäuser GmbH gefordert worden, die den Veranstaltungsort betreiben. Der stellvertretende AfD-Kreisvorsitzende Stephan Stritter habe dem Betreiber vorgeworfen, das „Gefahrenpotential aufgebauscht“ zu haben. Die Partei wolle das Vorgehen nun „rechtlich prüfen lassen“.
Die AfD selbst hat sich öffentlich noch nicht zu einer Absage geäußert, die Veranstaltung wird aber auf der eigenen Webseite nicht mehr angekündigt (Stand 5. März, 15:15 Uhr).
Sprüche auf Gehweg
Anwohner hatten bereits Tage vorher mit Plakaten und Sprüchen auf dem Gehweg reagiert. Bei den Demonstrationen sollte ein „Zeichen gegen Hass, Ausgrenzung und Spaltung“ gesetzt werden, so die Veranstalter im Vorfeld (wir berichteten).
Zum AfD-Bürgerdialog in Lerchenberg angekündigt waren der Kreisvorsitzende Sebastian Münzenmaier, Dr. Jan Bollinger, Spitzenkandidat für die Landtagswahl sowie René Aust, Vorsitzender des Rechtsaußen-Bündnis ESN im EU-Parlament. Auch die Direktkandidaten für die Landtagswahl haben sich angekündigt.
Als Ende Januar ein Bürgerdialog in Gonsenheim stattfand, versammelten sich Hunderte Menschen zu einer Gegendemo vor der Weserhalle.