So lief die Bauern-Demo in Mainz

Verkehrsbehinderungen bleiben aus

So lief die Bauern-Demo in Mainz

Unter dem Motto „Wir rufen zu Tisch! MITeinander reden statt ÜBEReinander!“ haben am Mittwoch hunderte Landwirte in der Mainzer Innenstadt demonstriert. Angereist waren sie mit rund 400 Traktoren. Das von vielen erwartete Verkehrschaos blieb aus.

Wie ein Polizeisprecher gegenüber Merkurist sagt, sei die Demonstration absolut friedlich verlaufen. Auch die An- und Abreise der Bauern sei reibungslos über die Bühne gegangen. Die rund um Mainz eingerichteten Sammelpunkte für die Bauern hätten sich bewährt. Von dort seien sie mit ihren Traktoren von der Polizei begleitet kontrolliert in die Stadt geleitet und später wieder zurückgeführt worden. Auch die Bauern, die mit ihren Traktoren einzeln angereist waren, hätten nicht für Verkehrsbehinderungen gesorgt, so der Polizeisprecher.

Für ihre Kundgebung, die ab 11 Uhr startete und etwa drei Stunden dauerte, trafen sich die Bauern am Ernst-Ludwig-Platz. Die Demo-Teilnehmer wollten laut eigenen Angaben die Landwirtschaft verändern und zukunftsfähig halten. So bemängeln die Landwirte unter anderem das Freihandelsabkommen „Mercosur“, das dieses Jahr in Kraft trat. Dieses Abkommen begünstigt den Import von Agrarprodukten aus südamerikanischen Ländern nach Deutschland.

Wie Organisator Klaus-Peter Weinand vor der Demo gegenüber Merkurist sagte, werde zurzeit ein „allgemeines Bauern-Bashing“ betrieben: „Es wird mehr über die Branche als mit der Branche geredet. Außerdem wird sie sehr einseitig auf die negativen Aspekte, zum Beispiel die CO2-Bilanz, reduziert. Positives werde oft außer Acht gelassen. „Es kann nicht sein, dass wir hier in Deutschland mit unserer Landwirtschaft weiter eingeschränkt werden und die Zukunft unserer Betriebe gefährdet wird.“ (pk)

Logo