Versunkene Lok im Rhein: Bergung wird vorbereitet

Spezialbagger steht bereit

Versunkene Lok im Rhein: Bergung wird vorbereitet

Die Vorbereitungen zur Bergung der ältesten Dampflokomotive Deutschlands aus dem Rhein bei Germersheim haben begonnen. Bereits Ende August wurde ein zwei Meter hoher Steinwall im Rhein abgetragen, unter dem die Fundstelle der Lok liegt. Damit die Industrietaucher während der Bergung von der Strömung geschützt sind, haben Arbeiter mit einem Spezialbagger 30 Meter lange Spundwände um den Fundort errichtet.

Das war nicht ganz einfach: Zunächst wurde Anfang September eine Plattform im Rhein verankert, auf der der Bagger stehen kann. Mit ihm rammte das Bergungsunternehmen dann 21 Meter lange Eisenbalken in den Rheinboden, an denen die Wände errichtet wurden.

Mit dem Spezialbagger soll die Fundstelle ausgehoben werden. Die Spundwände verhindern dabei auch, dass die Kiesmassen anschließend zurückgespült werden. Ende September geht es dann an die Feinarbeit: Die Taucher werden die Lok mit Kiessaugern behutsam freilegen.

Ab Anfang Oktober sollte dann die Lok unter Wasser sichtbar sein - erst dann kann sie eindeutig identifiziert werden. Denn bisher basiert die Annahme, dass es sich um Deutschlands älteste Dampflock handelt, allein auf Magnetresonanzbilder, so der Mainzer Kommunikationsunternehmer Tobias Bartenbach, der das Projektbüro „Jäger der versunkenen Lok“ leitet (wir berichteten).

Die Dampflokomotive „Rhein“ soll dann am 21. Oktober 2018 geborgen werden. Seit 166 Jahren liegt sie dort begraben, mittlerweile ist sie von einer fünfeinhalb Meter dicken Kies- und Sandschicht bedeckt. Das SWR-Fernsehen wird live von der Bergung berichten.

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