Pläne stehen: So geht es jetzt mit dem Karstadt-Gebäude weiter

Lange wurde um das alte Karstadt-Gebäude in der Ludwigsstraße geplant, nun steht das Konzept. Wir sagen euch, wann Termin für den Abriss ist und was danach passieren wird.

Pläne stehen: So geht es jetzt mit dem Karstadt-Gebäude weiter

Die Planungen für den Neubau des alten Karstadt-Gebäudes an der Ludwigsstraße werden konkret: Wie die Stadt Mainz mitteilt, soll hier demnächst ein „modernes Areal“ entstehen, mit Einkaufsmöglichkeiten und Restaurants.

Für den Abriss und den Neubau würden daher auch Straßen gesperrt, und zwar „zu Beginn des nächsten Jahres“: In der Weißliliengasse in Fahrtrichtung Große Langgasse eine Fahrspur, in der Eppichmauergasse müssen Fußgänger die gegenüberliegende Straßenseite benutzen. Bischofsplatz und Fuststraße werden voll gesperrt.

Baubeginn noch im nächsten Jahr

Doch was bedeutet das genau? Wann wird das riesige Gebäude abgerissen und was wird an seiner Stelle entstehen? Wir haben bei dem Bauträger nachgefragt.

„Wir rechnen bis Ende des Jahres mit der Baugenehmigung für den Bauabschnitt an der Fuststraße und würden, wenn diese vorliegt, dann Anfang 2022 starten“, teilt Carolin Grimm, Pressesprecherin des Projektentwicklers J. Molitor Immobilien GmbH, auf Merkurist-Anfrage mit. Molitor entwickelt das Projekt gemeinsam mit der Sparkasse Rhein-Nahe. Wenn alles gut geht, soll dann als erstes das Gebäude an der Fustraße abgerissen werden. Der Start des Neubaus Fuststraße ist für das dritte Quartal 2022 vorgesehen, zeitgleich mit dem Abbruch des Gebäudes Ludwigstraße 12. Anfang 2023 beginnt hier der Bau des neuen Gebäudes. Laut Timeline ist der Bau Fuststraße dann Ende 2024 abgeschlossen, die Ludwigsstraße 12 und damit der gesamte Komplex im zweiten Quartal 2025.

Auch das neue „Lu:“ soll Shopping-Standort bleiben und damit die Tradition des Kaufhausstandorts fortführen. Doch soll es künftig mehr Abwechslung geben.

Stehe das Brand-Zentrum eher für „Mainstream-Angebote“ und die Römerpassage für den „Lower Mainstream-Bereich“, fülle das neue Lu eine „derzeit bestehende Lücke für Upper Mainstream und Premium-Kunden“, heißt es von Seiten der Investoren. Es soll ein „Ort der Vielfalt“ werden, auch für den täglichen Bedarf. Geplant sind demnach Shopping-Möglichkeiten für Familien und ein Ambiente, das zum Treffen einlädt. Es soll trendige Angebote geben und Kulturelles, Genuss und Ausgehmöglichkeiten.

10.000 Quadratmeter Handelsfläche und ein 4-Sterne-Hotel

Konkret bedeutet das laut Planung: Eine Pop-up-Halle am Eingangsbereich, innen Gastronomie, Einzelhandel, ein 4-Sterne-Hotel mit circa 177 Zimmern, Wellness. Im Nebengebäude – getrennt durch die Fuststraße – ist der Kultur-Bereich vorgesehen, im hinteren Bereich wird es wieder ein Parkhaus geben.

10.000 Quadratmeter Handelsfläche sind insgesamt ausgeschrieben, mit direktem Zugang zum Parkhaus mit rund 320 Parkplätzen, E-Ladestationen und 350 Fahrradstellplätzen. In der 540 Quadratmeter großen Pop-up-Halle sollen sich Streetfood-Stände und Start-ups ansiedeln und eine Kulturbühne eingerichtet werden. Auch das Dach soll genutzt werden: Auf zwei begrünten Flächen verteilt, soll es ein Rooftop-Restaurant mit Domblick geben, eine Bar sowie einen Wellness- und Fitness-Bereich. Bepflanzt werden soll das Dach mit Gräsern und Stauden.

Im Kulturgebäude sind unter anderem drei Veranstaltungssäle mit 820 Sitzplätzen geplant, darunter ein großer Konzertsaal.

Sieben Architekturbüros hatten sich bei dem Wettbewerb zur Gestaltung des Lu beworben, am Ende hatte ein gemeinsamer Entwurf gewonnen: des Mainzer Büros Faerber Architekten, Jestaedt + Partner Stadtplaner und „Bierbaum.Aichele Landschaftsarchitekten“.

In dreieinhalb Jahren also wird es, wenn alles nach Plan läuft, ein neues Zentrum in bester Mainzer Innenstadtlage geben, zwischen Gutenbergplatz, Bischofsplatz und Ballplatz.

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