Vorschau: So läuft die Saison für Mainz 05

Enttäuschung, Sensation oder doch wieder Mittelfeldplatz? Bevor Mainz 05 am Samstag in die neue Bundesligasaison startet, haben wir Experten und Fans gefragt, wie die Saison 2019/2020 für den FSV laufen wird.

Vorschau: So läuft die Saison für Mainz 05

Anfang Juli erklärte Mainz 05-Trainer Sandro Schwarz selbstbewusst im Merkurist-Interview, dass er und sein Team ins DFB-Pokalfinale kommen wollen. Gut einen Monat später ist dieser Traum bereits geplatzt. Beim FC Kaiserslautern verloren die 05er ihr erstes Saisonspiel mit 0:2. Am Samstag startet der FSV nun in die Bundesliga. Doch wie wird die Saison für die Mainzer verlaufen? Wir haben Fans und Experten nach ihrer Meinung gefragt.

Das sagt der Ex-Profi

14 Jahre lang spielte Guido Schäfer für Mainz 05. Nach seiner Profi-Karriere wurde er Journalist und arbeitet heute als Chefreporter der Leipziger Volkszeitung. Er meint:

Manche sagen, der aktuelle Kader sei der beste, den Mainz 05 jemals hatte. Das ist schwer zu sagen. Wenn ich mich an solche Granaten wie Michael Thurk oder Antonio da Silva erinnere, die waren auch nicht schlecht. In diesem Jahr muss man auf jeden Fall verhindern, in eine Negativdynamik zu geraten. Vier oder fünf Niederlagen am Stück sollten sich meine Mainzer nicht erlauben, dann klappt es auch mit einem einstelligen Tabellenplatz. Der Kader ist auf jeden Fall gut genug, um mehr als nur den Klassenerhalt anzupeilen.

Und zum Pokal-Aus in Kaiserslautern:

Der DFB-Pokal und Mainz 05 – das passt einfach nicht zusammen. Gefühlt scheiden die 05er in jedem Jahr in der ersten Runde aus. Dass jetzt jeder von schlechter Körpersprache oder mangelnder Einstellung spricht, kann ich nicht nachvollziehen. Wenn die Mannschaft ihre Chancen genutzt hätte, dann wäre ein 4:2-Sieg möglich gewesen. Aber so ist das eben heute: Wenn man gegen einen vermeintlich schwächeren Gegner verliert, dann war eben die Einstellung daran schuld. Zum Auftakt glaube ich fest an einen Sieg in Freiburg. Da haben wir sowieso immer gut ausgesehen.

Das sagt der Podcaster

Jan „Buddi“ Budde ist ein Drittel des Podcast-Trios „Der Hinterhofsänger-Talk.“ Auf Twitter ist er unter dem Namen @Pullunderpunker zu finden. Er sagt:

Der FSV hat sich unter Präsident Stefan Hofmann, Schröder und Schwarz in den letzten zwei Saisons nicht nur stabilisiert, sondern auch weiterentwickelt. Der Mainzer Weg muss jetzt konsequent weiterverfolgt, vorgelebt und kommuniziert werden.

Neben Sandro Schwarz sind mit David Wagner auf Schalke, Marco Rose in Mönchengladbach und Martin Schmidt in Augsburg drei weitere Bundesliga-Trainer mit Mainzer Vergangenheit in Amt und Würden. Es wird eine Saison mit viel Wiedersehensfreude, in der Gastgeschenke nicht eingeplant sind. Hoffentlich verstehen mehr Menschen jetzt den Einfluss von Mainz 05 auf den deutschen Fußball, was dem einen oder anderen 05-Fan helfen würde, sich über die eigene Geschichte noch mehr mit dem Verein zu identifizieren. Das wäre besser, als vergangenen Zeiten und Größen nachzutrauern.

Das sagen die Fans

In einer Merkurist-Umfrage unter rund 275 Lesern tippen knapp 7 Prozent, dass Mainz 05 eine sehr gute Saison spielen wird. Sie sehen die 05er auf den Plätzen 1 bis 4 in der Abschlusstabelle. 4 Prozent der von uns befragten Leser glauben, dass der FSV am Ende auf den Plätzen 5 oder 6. Platz 7 bis 9 halten 7 Prozent der Leser für realistisch. 28 Prozent sagen die Plätze 10 bis 12 vorher. Sogar 34 Prozent der Leser glauben, Mainz 05 schneidet auf den Plätzen 13 bis 15 ab. Und immerhin 20 Prozent glauben, dass Mainz am Ende zwischen Platz 16 und 18 einlaufen wird. Damit würden die 05er entweder absteigen oder zumindest in die Relegation kommen.

Wir haben uns auch in der Stadt bei einigen Mainz-Fans umgehört. Rosario aus Langen sagt: „Vor den vielen Verletzungen hätte ich gesagt, Mainz landet auf Platz 6. Jetzt denke ich, wir müssen uns am Ende mit Platz 11 begnügen. Etwas pessimistischer ist da Leon aus Diez, er glaubt, die 05er landen am Ende auf dem 14. oder 15. Platz. Und Trung aus Mainz sagt: „Ich denke es wird am Ende ein souveräner Platz im Tabellenmittelfeld.“ (df)

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