Engpass bei Impfstofflieferung durch Bund: Kritik von RLP-Ministerin

Bätzing-Lichtenthäler: „Vorausschauende Planung der Impfungen wird erschwert“

Engpass bei Impfstofflieferung durch Bund: Kritik von RLP-Ministerin

Offenbar können vom Bund zugesagte Corona-Impfstofflieferungen an die Bundesländer in den kommenden Wochen nicht eingehalten werden. Das gibt das rheinland-pfälzische Gesundheitsministerium am Montag bekannt.

Wie das Gesundheitsministerium mitteilt, sei die Landesregierung am vergangenen Freitagnachmittag durch den Bund sehr kurzfristig informiert worden, dass fest zugesagte Impfstofflieferungen für die nächsten drei bis vier Wochen nicht vollständig eingehalten werden. Das Land hatte schon damals gegenüber dem Bund sehr deutlich gemacht, dass seine Planungen auf die von Bund und Unternehmen fest zugesagten Liefertermine bis Mitte Februar ausgerichtet waren. Rheinland-Pfalz hatte vor allem die Termine für Impfungen insbesondere in den Impfzentren auf dieser Basis bis Mitte Februar vergeben.

Laut Gesundheitsministerium ist und bleibt aufgrund der Planung des Landes aber gewährleistet, dass alle Rheinland-Pfälzer, die bereits eine Erstimpfung hatten, auch ihre Zweitimpfung mit dem Biontech-Impfstoff an dem ihnen bereits mitgeteilten Impftermin erhalten. In Rheinland-Pfalz werden demnach alle zugesagten und vereinbarten Zweitimpfungen trotz der geringeren Lieferungen des Bundes stattfinden können.

Gesundheitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler kritisiert die Regierung für ihr Vorgehen nun deutlich: „Die Bundesregierung muss den Ländern endlich eine verbindliche Auskunft über die Größenordnung der verringerten Impfstofflieferungen der kommenden Wochen geben.“ Es könne nicht sein, dass die Länder nach einer ersten Information am vergangenen Freitag noch immer keine genauen Zahlen über die Größenordnung der verringerten Impfstofflieferungen der nächsten Wochen haben. „Dies erschwert eine vorausschauende Planung der Impfungen“, so Bätzing-Lichtenthäler.

Hintergrund:

Seit dem 27. Dezember 2020 kann sich die Gruppe mit der höchsten Priorisierung in Rheinland-Pfalz gegen das Coronavirus impfen lassen. Aufgrund der zunächst engen Begrenzung des Impfstoffes wurde zuerst in den Altenheimen und Senioreneinrichtungen in Rheinland-Pfalz geimpft. Seit dem 7. Januar können sich auch unter anderem über 80-Jährige in den Impfzentren des Landes impfen lassen.

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