Mit heulenden Sirenen und laut schrillenden Handys ist in Rheinland-Pfalz am landesweiten Warntag ein Probealarm ausgelöst worden. Laut Landesamt für Brand- und Katastrophenschutz sei der Warntag erfolgreich verlaufen, die vorgesehenen Warnmittel und Warnsysteme seien planmäßig ausgelöst worden. Damit konnten die technischen Abläufe sowie die Warnprozesse im Land und den teilnehmenden Kommunen wie vorgesehen erprobt werden, heißt es.
Ziel des landesweiten Warntages sei es, die Warninfrastruktur in Rheinland-Pfalz regelmäßig zu testen, Abläufe zu überprüfen und die Bevölkerung mit den verschiedenen Warnmitteln vertraut zu machen. Mit dem Warntag solle die Bedeutung von Sirenen deutlich gemacht werden, sagte Innenminister Michael Ebling (SPD) in einer Instagram-Story. «Sie geben einen wichtigen Hinweis, zum Beispiel dann, wenn eine Katastrophe eingetreten ist, eine Katastrophe droht.»
In Koblenz und Mainz waren die Sirenen ebenfalls zu hören, wie dpa-Reporterinnen berichteten. Auf Handys wurde etwa der Text angezeigt: «Probewarnung in Rheinland-Pfalz - Es besteht keine Gefahr».
Entwarnungen in der niedrigsten Warnstufe
Um 10.45 Uhr folgte eine weitere Push-Benachrichtigung als Entwarnung, diesmal jedoch ohne größere Geräusche. «Um die Geräuschbelastung zu reduzieren, werden hier Entwarnungen automatisch in der niedrigsten Warnstufe ausgegeben», heißt es dazu beim rheinland-pfälzischen Portal für Brand- und Katastrophenschutz. Auch die Sirenen waren erneut zur Entwarnung zu hören.
Im vergangenen Jahr wurde in Rheinland-Pfalz zum ersten Mal ein landesweiter Warntag aufgelegt. Er ergänzt jeden zweiten Donnerstag im März den bundesweiten Warntag im Herbst. Vergangenes Jahr hatten sich neben dem Land rund 40 Landkreise, kreisfreie Städte und Verbandsgemeinden beteiligt. Landespolitiker und Katastrophenschützer waren seinerzeit zufrieden mit dem Probealarm. (dpa/lrs)