Gastronomie: Mitarbeiter können sich für Impfung registrieren

Es herrschte bei vielen Beschäftigten in der Gastronomie Unklarheit über den eigenen Impfstatus.

Gastronomie: Mitarbeiter können sich für Impfung registrieren

Mitarbeiter in Gastro-Betrieben können auch zur Impfgruppe 3 gehören und sich für einen Impftermin registrieren lassen. Das teilte das Gesundheitsministerium auf Merkurist-Anfrage mit. Der SWR hatte zuerst berichtet.

Die Beschäftigten in Restaurants, Bars sowie Kneipen und Cafés können somit bei der Impfpriorisierung mit Menschen gleichgestellt werden, die über 60 Jahre alt sind, sowie mit Menschen mit Vorerkrankungen und Lehrern oder medizinischem Personal. Diese konnten sich bereits seit dem 23. April 2021 für einen Impftermin registrieren lassen.

Allerdings schränkt der Sprecher des Gesundheitsministerium auf Merkurist-Anfrage ein: „Gastro-Mitarbeiter fallen nicht automatisch in die Priorisierungsgruppe 3. Für einen Teil kann es gleichwohl die Möglichkeit einer solchen Priorisierung geben, wenn die Personen in Rheinland-Pfalz wohnen und einen direkten, wiederkehrenden und anhaltenden Kontakt zu Kunden haben.“

In diesem Fall bestehe die Möglichkeit, sich selbst als laut Bundesimpfverordnung „Personen mit prekären Arbeitsbedingungen“ in Priogruppe 3 einzustufen. Für eine Registrierung zum Impftermin müssen sie diese Angabe bei der Anmeldung an der Hotline oder per Internet machen. „Des Weiteren benötigen diese Personen für ihren Impftermin dann unter anderem ein entsprechend wahrheitsgemäß selbst ausgefülltes Formular sowie eine Bestätigung ihres Arbeitgebers über ihre Tätigkeit in der Gastronomie.“

Der Präsident des rheinland-pfälzischen Hotel- und Gaststättenverbandes (Dehoga), Gereon Haumann, begrüßt dies „außerordentlich“. Jetzt, wo die Öffnung von Gastronomie und Hotels voranschreite, sei es gut, dass sich Mitarbeiter, die im täglichen Kontakt mit Gästen stehen, impfen lassen können. Auch für die Gäste sei es gut zu wissen, dass von diesen Mitarbeitern dann keine Ansteckungsgefahr mehr ausgehe, so Haumann.

Generell sei es nun aber wichtig, dass die Öffnung für Genesene, Geimpfte und negativ Getestete dauerhaft bestehen bleibt - und zwar unabhängig von Inzidenzen. „Es gibt viele Gastrobetriebe oder Hotels, die verunsichert sind und vorerst nicht öffnen, weil sie befürchten, dass bei einer kurzzeitigen Inzidenz über 100 wieder alles schließen muss“, sagt Haumann. Es sei nun wichtig, dass es bei den Öffnungen bleibt, damit die Betriebe nun wieder langfristig planen können.

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