Naturkatastrophe: Dreyer berichtet über neueste Entwicklungen

Rettungskräfte sind Tag und Nacht im Einsatz

Naturkatastrophe: Dreyer berichtet über neueste Entwicklungen

Aktuell wird Rheinland-Pfalz von einer noch nie dagewesenen Naturkatastrophe getroffen. Durch Hochwasser sind Dutzende Orte und Dörfer zerstört worden. Insgesamt 60 Menschen sind bislang in den Fluten umgekommen, Hunderte werden vermisst. Am Freitagmittag informierte Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) über die neuesten Entwicklungen im Katastrophengebiet.

„Verwüstungen von unvorstellbarem Ausmaß“

Das Leid nehme immer weiter zu, so Dreyer gleich zu Beginn ihres Statements. „Jede Stunde gibt es neue Hiobsbotschaften, es handelt sich hier um eine nationale Katastrophe.“ Das Wasser sei überall und „wir haben heute noch nicht den Stand, dass sich die Lage entspannt.“ Einige Ortschaften seien bisher noch gar nicht zugänglich.

Speziell im Landkreis Ahrweiler gebe es Verwüstungen von unvorstellbarem Ausmaß, so Dreyer. Indes seien die Einsatzkräfte in den Katastrophengebieten auch die ganze Nacht über weiter im Einsatz gewesen. Dabei stießen die Einsatzkräfte nicht nur an ihre körperlichen Belastungsgrenzen, auch die seelische Belastung sei inzwischen enorm. „Die Menschen können sich aber darauf verlassen, dass alle zusammenstehen und helfen, um weitere Gefahren abzuwehren“, so die Ministerpräsidentin. Es sei ohnehin überwältigend, wie Rheinland-Pfalz in dieser Krise zusammenhalte.

„Es ist eine Katastrophe, wie sie unser Land noch nie erlebt hat.“ Normalerweise schicke Rheinland-Pfalz seine ganzen Einsatzkräfte in andere Gebiete, jetzt sei man selbst so massiv betroffen. Bisher seien mit Hubschraubern 32o Menschen gerettet worden. Auch mit Schlauchbooten seien die Rettungskräfte im Einsatz. „Feuerwehrleute tragen Menschen teilweise auf dem Rücken durch die Fluten oder fahren mit Traktoren an die Häuser und Fenster heran, um die Menschen auf der ausgefahrenen Schaufel abzuholen und zu retten.“

Die Schäden seien so dramatisch, „dass wir noch lange Zeit damit zu tun haben, um alles wieder aufzubauen“. Außer den Hilfen vom Land habe auch schon der Bund angekündigt, die betroffenen Regionen finanziell zu unterstützen, so Dreyer. Demnächst werde wahrscheinlich auch die Bundeskanzlerin die Region besuchen.

Um den Menschen in ihrer Not zu helfen, richtet die Landesregierung nun ein landesweites Spendenkonto „Katastrophenhilfe Hochwasser“ ein:

  • Empfänger: Landeshauptkasse Mainz

  • IBAN: DE78 5505 0120 0200 3006 06

  • BIC: MALADE51MNZ

Indes meldet der SWR unter Berufung auf Einsatzkräfte vor Ort, dass es in Sinzig zwölf Tote in einem Heim für körperlich beeinträchtigte Menschen gegeben hat. Demnach sei das Erdgeschoss der „Lebenshilfe“ so schnell vollgelaufen, dass jede Rettungsmaßnahme zu spät kam.

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