Dreyer: Wenn Impfquote nicht stimmt, könnte Lockdown kommen

RLP-Ministerpräsidentin äußert sich zu Corona-Beschlüssen von Bund und Ländern.

Dreyer: Wenn Impfquote nicht stimmt, könnte Lockdown kommen

Strenge Corona-Regeln für Ungeimpfte sind am Dienstag auf der Bund-Länder-Konferenz zwischen Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und den Ministerpräsidenten der Bundesländer beschlossen worden (wir berichteten). Am späten Nachmittag hat sich nun auch die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) zu den Entscheidungen geäußert.

Ungeimpfte müssen ab dem 23. August in Deutschland künftig Corona-Tests für Innenräume vorlegen. Ab Mitte Oktober wird es außerdem keine kostenlosen Bürgertests mehr geben. „Jeder Mensch hat eine Möglichkeit, sich impfen zu lassen. Wenn er das nicht tut oder sich dagegen entscheidet, dann ist es einfach so, dass Tätigkeiten im Innenbereich nur noch mit Tests ermöglicht werden“, so Dreyer während einer Pressekonferenz.

Dreyer betonte, dass die Sieben-Tage-Inzidenz wegen der Impfkampagne heute eine andere Gefahrenprognose abgebe als noch vor einigen Monaten. Dennoch bleibe es wichtig, die Infektionsrate niedrig zu halten, so die Ministerpräsidentin. Damit das so bleibt, müsse weiterhin geimpft werden. „Wir werden nicht nachlassen und die Impfquote weiter steigern. Wir müssen den Schutz von Kindern und Jugendlichen sowie gefährdeten Menschen erhöhen, vor allem bei jenen, die noch kein Impfangebot erhalten konnten.“ Zudem forderte die Ministerpräsidentin Unentschlossene auf, sich in Sachen Impfung „einen Ruck zu geben“.

Zudem brachte Dreyer weitere Lockdowns in den kommenden Monaten in Spiel, zumindest im schlechtesten Fall: „Die Impfquote wird darüber entscheiden, wie Herbst und Winter 2021 werden und ob wir einen weiteren Lockdown verhindern können.“

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