Polizei Rheinland-Pfalz stellt KI-gestützten Deepfake Detector vor

Die Polizei in Rheinland-Pfalz setzt ein neues KI-Werkzeug ein, um gefälschte Bilder zu erkennen. Der „Deepfake Detector“ ist eine Eigenentwicklung und soll Ermittlungen effizienter machen.

Polizei Rheinland-Pfalz stellt KI-gestützten Deepfake Detector vor

Die Polizei in Rheinland-Pfalz stärkt ihre digitale Ermittlungsarbeit mit einer neuen, auf künstlicher Intelligenz (KI) basierenden Anwendung. Innenminister Michael Ebling (SPD) hat den sogenannten Deepfake Detector nun in Mainz vorgestellt.

Pilotbetrieb ab 2026 geplant

Das neue Werkzeug soll dabei helfen, in großen Mengen von Bilddaten manipulierte Inhalte zu erkennen. „Digitale Manipulationen stellen unsere Ermittlerinnen und Ermittler vor immer größere Herausforderungen. Mit dem Deepfake Detector haben wir ein modernes, leistungsfähiges Werkzeug, das digitale Ermittlungen effizienter und präziser macht“, so Ebling.

Bei der Anwendung handelt es sich um eine gemeinsame Eigenentwicklung des Landeskriminalamtes (LKA) und des Polizeipräsidiums Einsatz, Logistik und Technik. Sie wird vollständig auf der polizeieigenen Infrastruktur betrieben, was Datenschutz und Datenhoheit gewährleisten soll. „Wir setzen bewusst auf eigene Lösungen, so behalten wir die Kontrolle über sensible Daten und können unsere Systeme gezielt an die Anforderungen der Praxis anpassen“, so der Innenminister.

„Digitale Kompetenz“

Die hohe Fachkompetenz in Rheinland-Pfalz zeige sich auch im internationalen Vergleich. Im Frühjahr 2025 nahm ein Mitarbeiter des LKA an einem Ringversuch mit 54 kriminaltechnischen Laboren aus 30 Ländern teil und erzielte bei der Erkennung von KI-generierten Bildern das zweitbeste Gesamtergebnis.

Der Deepfake Detector ist ein Ergebnis der Digitalisierungskooperation der Polizei Rheinland-Pfalz (DigiKoRP), in der Fach- und IT-Experten gemeinsam an digitalen Anwendungen arbeiten. Ab März 2026 ist ein Pilotbetrieb des neuen Werkzeugs im Polizeipräsidium Rheinpfalz geplant. Die daraus gewonnenen Erkenntnisse sollen in die Weiterentwicklung für einen landesweiten Einsatz einfließen. „Moderne Polizeiarbeit heißt heute auch digitale Kompetenz“, betonte Ebling.