Probleme nach Portoerhöhung der Deutschen Post?

Vor zwei Wochen hat die Deutsche Post das Porto erhöht. Durch Ergänzungsmarken soll der Wert der alten Briefmarken ergänzt werden. Das stellt sich als problematisch heraus.

Probleme nach Portoerhöhung der Deutschen Post?

Wer seit dem 1. Juli einen Brief verschicken möchte, der muss zehn Cent mehr bezahlen. Für Kunden und auch Kioskbesitzer, die noch 70-Cent-Briefmarken haben, gibt es sogenannte Ergänzungsmarken. Merkurist-Leser Markus hatte allerdings Probleme solche Marken zu kaufen, da die Umstellung scheinbar nicht ganz reibungslos abgelaufen ist.

Wo bekommt man Ergänzungsmarken?

Ergänzungsmarken bekommt man überall, wo auch Briefmarken erworben werden können. Also an Kiosken, die den Service anbieten, an Briefmarkenautomaten und am Schalter der Deutschen Post selbst. „Der Briefmarkenautomat außerhalb der Postfiliale am Münsterplatz nimmt fast keine Münzen an, sodass es ein Kampf ist, welche zu bekommen“, kritisiert Leser Markus. Außerdem hätten Kioske in der Umgebung keine Marken erhalten.

Und tatsächlich: Der Briefmarkenautomat nimmt lediglich Münzen unter 50 Cent. Dies wussten die Servicemitarbeiter der Postfiliale am Münsterplatz bisher nicht, da es nicht reklamiert wurde. Die beiden anderen Automaten funktionieren aber, wie ein Versuch herausstellte. Witterungsbedingungen, denen der Automat ausgesetzt ist, könnten der Grund für den Defekt sein, vermuten die Servicemitarbeiter. Eine Reklamation würde nun aber gestellt und der Automat überprüft werden.

Beim Versuch an einem Kiosk Ergänzungsmarken zu bekommen, hatte Leser Markus auch keinen Erfolg. Denn bei vielen Kiosken lief die Umstellung nicht so reibungslos, wie zum Beispiel beim Lotto- und Zeitschriftenladen Barbarino im Hauptbahnhof: „Wir hatten zwar am Starttermin Ergänzungsmarken, aber die Zuteilung war viel zu gering“, erklärt Isabelle Aschenbrenner, Mitarbeiterin von Barbarino. Die Nachbestellung, die für gewöhnlich zwei Werktage braucht, ließ eineinhalb Wochen auf sich warten: „Wir konnten die hohe Nachfrage unserer Kunden nicht abdecken.“ Jetzt habe es sich aber mittlerweile reguliert und sie haben wieder genug Ergänzungsmarken im Angebot.

Aber nicht alle Kioskbesitzer hatten das gleiche Problem: „ Wir haben bereits fünf Tage vor der Umstellung ohne Bestellung Ergänzungsmarken erhalten, mit dem Verweis, wann diese Umstellung eintritt“, sagt Tanzer Duran, der in seinem Vodafone Store den Service der Deutschen Post anbietet. Er habe genügend und wenn der Bestand nicht mehr ausreicht, könne er sie ganz schnell nachbestellen. Auch andere Kioskbetreiber bestätigen auf Nachfrage von Merkurist den reibungslosen Übergang der Portoerhöhung und bieten die Ergänzungsmarken seit der Umstellung zum Verkauf an. (df)

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