Kriminalstatistik: Weniger Straftaten als im Vorjahr

Straßenkriminalität dagegen leicht angestiegen

Kriminalstatistik: Weniger Straftaten als im Vorjahr

Die Zahl der Straftaten im Einzugsgebiet des Polizeipräsidiums Mainz * ist im Jahr 2019 im Vergleich zum Jahr davor gesunken. Das geht aus einem Bericht der Behörde hervor. In der aktuellen Kriminalstatistik werden die Zahlen für das Jahr 2019 vorgestellt.

Laut Bericht ist die Zahl der Straftaten um 6,6 Prozent im Vergleich zum Jahr 2018 zurückgegangen - auf aktuell insgesamt 48.628. Wie das Polizeipräsidium mitteilt, würde diese Zahl allein keine gute Übersicht über die Sicherheit einer Stadt geben. Entscheidend dafür sei vielmehr die Häufigkeitszahl (Straftaten pro Jahr je 100.000 Einwohner). „Die Häufigkeitszahl (HZ) des PP Mainz hat sich in 2019 erneut prägnant verbessert und zwar von 6.256 auf 5.809 Straftaten je 100.00 Anwohner“, so das PP Mainz.

Leicht gestiegen ist dagegen die Straßenkriminalität in der Stadt Mainz. Dies ist insbesondere auf den Anstieg im Bereich der einfachen Diebstahlsdelikte von Fahrrädern zurückzuführen. In diesem Deliktsbereich sind die Fallzahlen im Stadtgebiet Mainz im Jahr 2019 um 89,2 Prozent auf 227 Fälle angestiegen. Der Anstieg ist hauptsächlich mit einzelnen Tatserien und der höheren Anzeigenbereitschaft der Bürger im Zusammenhang mit der Onlinewache zu begründen.

Im Weiteren berichtet die Polizei:

  • Straftaten gegen das Leben: Die Zahlen dieses Deliktbereiches befinden sich weiterhin auf einem sehr niedrigen Niveau. Die Polizei verzeichnet hier zwölf Fälle, die alle aufgeklärt werden konnten.

  • Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung: Die Anzahl dieser Straftaten stieg im Vergleich zu den Vorjahren an.

  • Rohheitsdelikte und Straftaten gegen die persönliche Freiheit: Die Fallzahl dieser Straftaten ist im Jahr 2019 leicht zurückgegangen.

  • Diebstahl ohne erschwerende Umstände/ unter erschwerenden Umständen: Hier konnte im vergangenen Jahr der niedrigste Wert in einem Langzeitvergleich erreicht werden.

  • Wohnungseinbruchsdiebstahl: Die Fallzahlen des Wohnungseinbruchdiebstahls sanken im Jahr 2019 auf einen Tiefstwert. Darüber hinaus konnte die Aufklärungsquote signifikant auf 30,3 Prozent gesteigert werden.

  • Diebstahl unter erschwerenden Umständen an/aus Kraftfahrzeugen: Auch hier konnte der bislang niedrigste Wert verzeichnet werden.

  • Taschendiebstahl: Im Stadtgebiet Mainz wurden insgesamt 707 Taten verzeichnet. Das bedeutet auch hier einen niedrigeren Wert als im Vorjahr.

  • Vermögens- und Fälschungsdelikte: Die Fallzahlen der Vermögens- und Fälschungsdelikte sanken im Jahr 2019 auf das niedrigste Niveau im Langzeitvergleich.

  • Tatverdächtige: Die Anzahl der tatverdächtigen Personen sank gegenüber 2018 um 7,3 Prozent. Der Anteil der tatverdächtigen Nichtdeutschen und der Zuwanderer nahm zudem ab und befindet sich im Fünf-Jahres-Vergleich auf dem niedrigsten Niveau.

  • Besondere Ermittlungsverfahren der Kriminaldirektion Mainz gab es in den Bereichen Call-Center-Betrug, Falsche Polizeibeamte, Enkeltrick, Gewinnversprechen und Falsche Software-Mitarbeiter.

*Das Polizeipräsidium Mainz (PPM) erfüllt die Aufgaben der Gefahrenabwehr und der Strafverfolgung in der Landeshauptstadt Mainz, in der kreisfreien Stadt Worms, in den Landkreisen Alzey-Worms, Mainz-Bingen und Bad Kreuznach. Im Donnersbergkreis umfasst die Zuständigkeit des PPM die Verbandsgemeinden Kirchheimbolanden, Eisenberg und Göllheim. Teile des Landkreises Birkenfeld fallen ebenfalls in den Zuständigkeitsbereich. Die Einwohnerzahl dieses Einzugsgebiets beträgt rund 830.000 Menschen. (mm)

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