Kriminalstatistik 2020 veröffentlicht

Straftaten gehen insgesamt zurück

Kriminalstatistik 2020 veröffentlicht

Am Freitag hat das Polizeipräsidium Mainz seine Kriminalstatistik für das Jahr 2020 veröffentlicht. Die Zahl der darin festgehaltenen Straftaten liegt auf einem Langzeitminimum.

Im Jahr 2020 erfasste das Mainzer Polizeipräsidium insgesamt 46.140 Straftaten, das sind 5,1 Prozent weniger als im Jahr 2019. In der Statistik werden nicht nur Fälle aus Mainz registriert, es zählen auch Straftaten aus der Stadt Worms, den Landkreisen Alzey-Worms, Mainz-Bingen und Bad Kreuznach sowie Teilen des Donnersbergkreises und des Landkreises Birkenfeld dazu. Insgesamt leben im Zuständigkeitsbereich des Mainzer Polizeipräsidiums rund 800.000 Menschen.

Die Anzahl der Straftaten pro 100.000 Einwohner verringert sich um 5,4 Prozent auf 5491. Gleichzeitig stieg im Jahr 2020 die Aufklärungsquote auf 64,2 Prozent. Aussagekräftig sind diese Zahlen aber nur bedingt, schließlich bestimmte die Corona-Krise das Leben vieler Menschen 2020. Die Zahl der Tötungsdelikte stieg auf 14 Fälle an. Diese setzen sich aus 11 Totschlagfällen und 3 fahrlässigen Tötungen zusammen. 2020 wurden keine Mordelikte erfasst.

Einen erneuten Höchstwert verzeichnet das Polizeipräsidium Mainz bei sexuellen Übergriffen: Hier wurden 812 Fälle registriert. Dies Zunahme geht laut Polizeiangaben vornehmlich auf die Verbreitung, den Erwerb, den Besitz oder die Herstellung von Kinderpornographie zurück. Sogenannte Roheitsdelikte wie Körperverletzungen gingen um 6,3 Prozent auf 7425 Fälle zurück.

Diebstahlsdelikte wie Ladendiebstahl gingen erheblich zurück: Hier konnte die Polizei einen Rückgang um 11,3 Prozent auf 8022 Fälle registrieren. Die Zahl der Wohnungseinbrüche ging im Jahr 2020 stark zurück. Wohl auch wegen der Coronakrise stellte die Polizei einen Rückgang um 18,3 Prozent auf das Langzeitminimum von 517 Fällen fest. Zum Vergleich: 2015 wurde hier ein Langzeithöchstwert von 1595 Fällen registriert - ein Rückgang um 67,6 Prozent im Vergleich mit 2020.

Vermögens- und Fälschungdeslikte sanken um 7,3 Prozent auf 9265 Fälle. Ein Großteil dieser Fälle geht auf Betrugsdelikte zurück. Erhebliche Veränderungen wurden beispielsweise beim Subventionsbetrug (+225 Prozent), Computerbetrug mit unbaren Zahlungsmitteln (+111,5 Prozent) und Geld- und Wertzeichenfälschung (+135,3 Prozent) festgestellt. Sonstige Straftatbestände stiegen im Jahr 2020 um 4,7 Prozent auf 11.162 Fälle an. Darunter sind beispielsweise Sachbeschädigungen oder Beleidigungen verzeichnet.

Der ausführliche Jahresbericht zur Kriminalstatistik steht hier als Download zur Verfügung.

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