Wochenende in Mainz: Nicht alle halten sich an das Kontaktverbot

Eine Ausgangssperre gibt es zwar nicht, doch auch in Mainz gelten Kontaktverbot und Abstandsregeln. Doch wie gut halten sich die Mainzer daran? Das schöne Wetter am Samstag war die erste große Bewährungsprobe.

Wochenende in Mainz: Nicht alle halten sich an das Kontaktverbot

Sonnenschein und angenehme Temperaturen: Eigentlich war das Wetter am Samstag in Mainz ideal, um rauszugehen, Freunde zu treffen und etwas zu unternehmen. Das Problem: Wegen der Corona-Krise gelten derzeit Kontaktverbot und Abstandsgebot. Die Menschen dürfen nur in Zweiergruppen oder mit ihrer Familie unterwegs sein, sollen zudem mindestens 1,50 Meter Abstand zu anderen wahren. Doch wie gut halten sich die Mainzer an die Regeln?

Fest steht: Am vergangenen Samstag schienen wieder mehr Menschen unterwegs zu sein als eine Woche vorher. Das zeigen auch Bewegungsraten der „Bild“-Zeitung, die auf anonymisierten Handydaten basieren. So waren die Menschen in Mainz etwa zu 20 Prozent mehr unterwegs als am Samstag (21. März) zuvor. Ein Trend, der in ganz Süddeutschland zu beobachten war. Aber: Unterwegs sein ist nicht verboten, eine Ausgangssperre wurde nie verhängt.

Kontaktverbot nicht immer eingehalten

Allerdings ist auf überfüllten Straßen und Plätzen das Abstandsgebot schwerer einzuhalten. Das beobachtete auch die Mainzer Polizei, speziell am Rheinufer. „Ein sehr sehr großer Anteil der Menschen hat versucht, sich an die 1,50 Meter Abstand zu halten“, sagt Polizeisprecher Rinaldo Roberto. „Am Rheinufer waren allerdings zu viele Menschen unterwegs, um immer ausreichend Abstand zu halten.“ Insgesamt seien verletzte Abstandsregeln aber kein großes Thema für die Mainzer Polizei gewesen. Anders sieht es mit dem Kontaktverbot aus.

Das ZDF berichtete schon am Samstagabend, dass das Mainzer Ordnungsamt am Tag „permanent alarmiert worden“ sei, weil sich Menschengruppen in Parks oder auf Spielplätzen versammelt hätten. Die Polizei bestätigt diesen Eindruck. „Es gab immer wieder Verstöße gegen das Kontaktverbot, vor allem in den Vororten, weniger in der Mainzer Innenstadt“, so Roberto.

Die Polizei habe mehrere Versammlungen auflösen müssen, auf Balkons, Gärten oder Terrassen. Richtige „Corona-Partys“ habe die Polizei aber nicht verzeichnet. „Es waren ruhige Versammlungen“, sagt Roberto. „Diese werden aber jetzt als Ordnungswidrigkeiten geahndet.“ (df)

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