So lief die erste Nacht mit Ausgangssperre

Wie wurde die Ausgangssperre in der ersten Nacht eingehalten? War trotz Verbots viel los auf Mainzer Straßen? Wir haben mit Polizeisprecher Rinaldo Roberto gesprochen.

So lief die erste Nacht mit Ausgangssperre

Seit letzter Nacht um 0 Uhr gilt in ganz Mainz die Ausgangssperre. Bis zum 11. April dürfen sich alle Bürger zwischen 21 und 5 Uhr nur mit einem triftigen Grund außerhalb ihrer Wohnung oder ihres Hauses aufhalten (wir berichteten). Doch wie lief die erste Nacht mit Ausgangssperre?

Wie Polizeisprecher Rinaldo Roberto sagt, hätten um 23 Uhr die letzten Außengastronomien geschlossen, kurz danach seien dann einige Menschen auf dem Nachhauseweg gewesen. „Um Mitternacht war dann die ganze Stadt nahezu menschenleer.“ Auch auf den Straßen habe es fast keinen Verkehr mehr gegeben. „Es waren noch Busse und Taxis unterwegs, privaten Verkehr hat es nahezu nicht mehr gegeben.“ In der ersten Nachte habe man allerdings nicht jedes Auto angehalten.

In einer Nacht von Mittwoch auf Donnerstag sei in der Regel ohnehin nicht viel los. Deshalb sei es auch schwierig, die Nacht mit anderen Wochen zu vergleichen. „Wir kontrollieren die Einhaltung, aber können das Ergebnis nur schwer einordnen. Es gibt ja keine Statistiken, wie viele Leute sonst in der Nacht unterwegs sind“, so Roberto.

Ausnahmen müssen „nachvollziehbar und überprüfbar“ sein

Auch in den kommenden Tagen rechne man damit, dass sich die Leute an die Ausgangssperre halten werden. „ Es kann noch ein paar Tage dauern, bis sie auch wirklich bei jedem angekommen ist, aber da gehen wir von nur wenigen Verstößen aus.“ Die Polizei fahre dennoch auf einem gleichbleibend hohen Niveau Streife.

Doch wie will die Polizei kontrollieren, dass jemand nicht einen triftigen Grund dafür hat, nach 21 Uhr unterwegs zu sein? Roberto sagt: „Die Angaben müssen nachvollziehbar und überprüfbar sein. Im Einzelfall werden diese einer Verifizierung standhalten müssen.“

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