Nach 16 Veranstaltungstagen zieht die Polizei Mainz eine Bilanz zum diesjährigen „Rhein-Frühling“. Wie die Polizei berichtet, verzeichnete sie einen merklichen Anstieg der Straftaten im Vergleich zu den Vorjahren.
Insgesamt gab es 22 Delikte, darunter elf Körperverletzungen. Im Vorjahr waren es sieben Straftaten, 2024 acht. Laut Polizei sind fast alle Taten dem Bereich der Jugendkriminalität zuzuordnen.
Besonders drei Straftaten hebt die Polizei hervor und bezeichnet sie als „herausragende Vorfälle“: Am Eröffnungstag (28. März) griff eine Gruppe einen Mann an und trat auf ihn ein, als er bereits am Boden lag. Das Opfer erlitt mehrere Hämatome und Prellungen. Der Hauptbeschuldigte hatte zuvor bereits ein Betretungsverbot für das Gelände erhalten. Einen Tag später wurde ein Jugendlicher unter der Theodor-Heuss-Brücke mit Reizgas attackiert. Zudem stahl ein Täter Bargeld aus der Bauchtasche eines Jugendlichen, schlug ihn und flüchtete, konnte aber später festgenommen werden.
Lachgas und Schlagring sichergestellt
An den beiden Samstagen mit Feuerwerk führten Jugendsachbearbeiter der Polizei intensive Kontrollen durch. Dabei stellten sie zahlreiche E-Zigaretten und Alkohol sicher. Besonders auffällig waren eine zwei Kilogramm schwere Flasche Lachgas sowie ein verbotener Schlagring, die bei einer Kontrolle entdeckt wurden.
Trotz des Anstiegs der Fallzahlen bewertet die Polizei den Rhein-Frühling angesichts der großen Besuchermengen als überwiegend friedlich. An den Wochenenden und zu den Feuerwerken hielten sich nach Angaben der Polizei bis zu 8000 Menschen täglich auf dem Gelände auf. Die verstärkte Polizeipräsenz habe dazu beigetragen, Eskalationen zu verhindern.